Zusammenleben, zusammenhalten als bundesweites Motto der Volkshochschulen zu ihrem 100-jährigen Bestehen ist auch für die VHS vor Ort Programm. Unter der neuen Leitung von Stephanie Krenze knüpft das Semester daran an: Zeichen setzen im gesellschaftlichen Zusammenhalt mit einem Angebot, das den Anspruch hat „allen alles“. Ein Ziel ist es, sich noch stärker mit Kooperationspartnern zu vernetzen und Kurse auch außerhalb des VHS-Hauses zu bieten.

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Die Gebühren werden leicht erhöht

Das VHS-Haus an der Hardtstraße ist längst ausgebucht bei rund 400 Kursen und 24 000 Unterrichtseinheiten im Jahr, so fanden zuletzt rund 11 000 Teilnehmer den Weg in die Bildungseinrichtung zu Kursen sowie offenen Veranstaltungen, die oft auch kostenlos stattfinden. Weil aber auch die rund 220 Dozenten „ein faires Honorar“ erhalten sollen, so Krenze bei der Vorstellung des Programms wurden die Gebühren etwas erhöht, der faire Preis bleibe aber, heißt es.

Schnupperangebote bei der langen Nacht

Mit „lange Nacht der Volkshochschulen“ am Freitag, 20. September, wird von 18 bis 24 Uhr ein Schnupperprogramm angeboten. „Als kleine Häppchen zum Ausprobieren“, so Krenze. Teilnahme ist kostenlos. Die VHS hofft, damit weiteres Interesse in der Bevölkerung am breiten Angebotsspektrum zu wecken. Unbekanntes, wie das Fitness-Training Tabat oder Encaustic-Malerei mit flüssigem Wachs, Afrika-Trommelkurs und Astro-Fotografie oder ein Upcycling Workshop für Plastikmüll sind zum Auszuprobieren. Wenn sich Interesse abzeichnet, wird einiges im Frühjahrsprogramm Eingang finden.

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18 Fremdsprachen in 85 Kursen

„Wir sehen unsere Aufgabe in der Bildung, wir sind keine Freizeiteinrichtung“, betont Krenze. Aber Wissensvermittlung spielt sich auf vielen Feldern ab. Gezielt Sprachen lernen bildet weiterhin die starke Säule. 18 verschiedene Fremdsprachen können in 85 Kursen genutzt werden. Außerdem gibt es acht Integrationskurse und mit Deutsch als Fremdsprache. Die VHS als Prüfungszentrum für Einbürgerungstests bietet auch zertifizierte Prüfungen in Englisch, Italienisch und Deutsch. Das Sprachen-Café geht weiter.

Kulturaustausch mit Alltagsthemen

Erstmals wird es einen Sprachentreff auf Deutsch als Mikroprojekt im Rahmen des Förderprogramms soziale Stadt geben. Deutsche und Menschen mit Migrationshintergrund sollen hier im Kulturaustausch zusammenkommen mit Themen aus dem Alltagsleben: Da können beide Seiten erzählen, wie es jeweils um Feiertage bestellt ist, Essen und mehr. Die zwei Stunden werden einmal monatlich stattfinden. Sprache stellt zwar einen wichtigen Bildungsschlüssel dar, dennoch möchte Krenze die Arbeit der Volkshochschule nicht darauf reduzieren, sondern eine möglichst weite Öffnung betreiben.

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Angebote mit dem städtischen Klimamanager

Dazu gehören zahlreiche gesellschaftliche Themen, die auch lokal verankert sind, wie „Wohnen in Rhyfälde“, wo es darum geht, das Modell Mehrgenerationenhaus oder das Leben in jungen Jahren nach Krebs bekannt zu machen. Es wird Angebote mit dem städtischen Klimamanager geben zu Plastikmüll und CO2-Fußabdruck und eine Ausstellung mit Gerd Jansen (Bilder und Objekte), die Krenze als „persönliches Highlight“ betrachtet. Gesellschaft soll sich weiter verankern.

„Betonkurse“ wie gewohnt laufen weiter

Als Kernanspruch gilt für Krenze: „Angebote, wo jeder dabei sein kann.“ Die über Jahre gewachsenen Selbstläufer, die sie „Betonkurse“ nennt, laufen dabei selbstverständlich weiter. Krenze möchte aber auch Menschen animieren, die etwas Besonderes können, ihre Fähigkeiten an andere weiterzugeben und in die VHS einzubinden.

Weil im VHS-Haus die räumlichen Kapazitäten erschöpft sind, versucht die VHS Kooperationsangebote wie den Radio-Workshop oder einen 3D-Drucker-Workshop auch nach außen zu verlagern. Das neue Programm liegt öffentlich aus. Semesterbeginn ist am 23. September.

Informationen im Internet:
http://www.vhs-rheinfelden.de