Herr Kohler, der Station auf dem Hügel wird von der Sonne verwöhnt. Rheinfelden glänzt deutschlandweit mit Spitzenwerten. Ist weiter mit Daten zu rechnen, wenn jetzt umgebaut wird?

Natürlich. Die Daten werden im selben Stil übermittelt. Es ist zu erwarten, dass es auch wieder Rekordwerte gibt. Es gibt da keine Einschränkung.

In dieser Anlage wird nicht nur die Sonne aufgezeichnet, sondern auch Niederschlag. Was wird anders?

Das Problem war, dass es für den jetzigen Niederschlagsmesser keine Ersatzteile mehr gibt. Das System, das jetzt verbaut wird, war das günstigste. Die Technik und Handhabung ist etwas anders, aber selbstverständlich genauso zuverlässig.

Rheinfelden sitzt jetzt nicht auf dem Trockenen?

Es läuft alles fließend, es gibt keine Unterbrechungen. Wenn es geregnet hätte, wäre nicht umgebaut worden. Umgebaut wurde in einer Trockenphase. Es geht also kein Liter verloren. Das gilt auch für die Sonne, es passt alles.

Als früher der Messstandandort noch auf dem Gelände von Evonik lag, wurde schon mal gemutmaßt, ob nicht die Abwärme aus den Anlagen die Temperaturen heizt. Stellen Sie Unterschiede auf dem Quici-Hügel fest. Warum wartet Rheinfelden mit Spitzenwerten auf?

Das hat auch mit den Luftströmungen zu tun, die hier ankommen. Rheinfelden genießt manchmal Ströme von der Burgundischen Pforte, also eine Warmluft. Wir sind wirklich an der Spitze mit der Sonnenscheindauer und Sonne erwärmt natürlich. Das macht sehr viel aus. Im Herbst und Winter befördert der Möhlin-Jet die Sonnenscheindauer. Das wirkt sich auch sehr positiv auf die Temperatur aus. Ich habe allerdings festgestellt, dass die Werte auf dem Hügel bei den Temperaturdaten doch etwas niedriger sind als früher, weil dort doch bebautes Gebiet in der Nähe war. Das spiegelt sich wider bei der Rückstrahlung.

In welchem Bereich spielt sich das ab, vor oder hinter dem Komma?

Das ist kein Grad. Im Vergleich mit meiner Schwörstädter Station und Rheinfelder Station schätze ich mal in einem Bereich von 0,6 bis 0,8 Grad.

Für Sie als Betreuer für die Station ändert sich an den Abläufen nichts?

Nein, einzig das neue System des Niederschlagsmessers muss mehr gereinigt werden. Für mich ist es eher eine, ich sage mal, Verschlimmbesserung. Aber die Daten sind absolut zuverlässig. Ab dem nächsten Jahr läuft die Übermittlung dann über zwei Mobilfunkfrequenzen – zur Sicherheit, falls eine einmal gestört sein sollte.

Fragen: Ingrid Böhm-Jacob