Früher war in der Marktgasse 29 ein Fotogeschäft untergebracht. Seit mehreren Jahren steht das Ladenlokal in der Schweizer Nachbarstadt leer. Doch in der Adventszeit kehrt mit dem „Wiehnachtslädeli„ wieder Leben ein. Zum dritten Mal organisiert Raymond Keller, Präsident des Gewerbevereins Rheinfelden, zusammen mit Gleichgesinnten ein solches Angebot. Sie können die Immobilie zum Selbstkostenpreis nutzen. Am Wochenende fand die Eröffnung statt.

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Im vergangenen Jahr war das Lädeli in der Marktgasse 2, davor in der Marktgasse 22 untergebracht. „Wir wollen damit etwas gegen die leeren Schaufenster unternehmen und aufzeigen, wie attraktiv ein Laden im Städtli sein kann. Verdient wird damit kaum etwas, wenn man den Aufwand berücksichtigt“, betont Keller. Für die Liegenschaftsbesitzer sei es positiv, wenn mit einem solchen Angebot gezeigt werden könne, was in einem leerstehenden Laden alles möglich ist.

Mehrere Geschäfte machen mit

In diesem Jahr ist es zwar nicht ganz einfach gewesen, ein Lokal temporär zu günstigen Konditionen zu erhalten, wie Keller schildert. Dafür ist aber das Interesse von Geschäften und Privatpersonen groß, beim Wiehnachtslädeli mitzumachen und Waren feilzubieten. Mit dabei sind unter anderem die Ruther AG Elektro + Telekommunikation, die Schreinerei Hofstetter, das Grafikbüro Honigfluss, Metallbau Kaufmann & Söhne, die Express-Druckerei, das Fotostudio Apochroma, das „FabLab“, aber auch Anita Burkard mit ihrem Label „Mani“ und Renate Maass mit Weihnachtskränzen.

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„Ein solches Wiehnachtslädeli ist eine gute Sache. Jedes leere Lokal weniger ist zu begrüßen“, erklärt Hans-Peter Jäger, der gleich gegenüber der Nummer 29 eine Papeterie betreibt. Er sieht das Angebot nicht als Konkurrenz – im Gegenteil: Im Wiehnachtslädeli ist er selbst mit einem Kartenständer vertreten. Das temporäre Geschäft, das am vergangenen Freitag eröffnet wurde, bleibt bis am 23. Dezember geöffnet. „Da die Nachfrage so groß ist, wäre es cool, wenn wir im kommenden Jahr vielleicht zwei Pop-up-Stores eröffnen könnten. Aber mit der neuen City-Managerin ist das vielleicht gar nicht mehr nötig“, meint Raymond Keller. Wie berichtet, wird die 38-jährige Sarina Pensa aus Riehen diese Aufgabe übernehmen.