Während die Besucher an ihre Tische strömten und in der Küche die Teller mit Pasta gefüllt wurden, erklangen im Gastraum des „Pasta König“ spanische Flamenco-Rumbas. Die drei Musiker von Diego‘s Canela spielten eigene Stücke und Cover-Songs der Gipsy Kings. „Wir freuen uns immer, wenn in Rheinfelden etwas geboten wird“, sagte Raffaele Solito vom „Pasta König“. Das Restaurant nahm zum fünften Mal an der Kneipennacht teil. „Das ist eine Super-Sache. Da ist Bewegung in der Stadt“, sagte er Das orangefarbene Armbändchen berechtigte zum Eintritt in sieben Kneipen, Bars und Restaurants, die bei der Kneipennacht mitmachten.

  • Die Lokale: Als zweites Restaurant bot das „Dinner Rockfood Burger & More“ Livemusik zum Essen. Angesichts des wechselnden Publikums und der längeren Öffnungszeit hatte das Lokal nur eine reduzierte Speisekarte, dafür nutzten die Gäste die Gelegenheit zum Tanzen. Auch die Kneipen „Bistro“, „Public Pub“ und „VIP City Play“ füllten sich schnell mit Besuchern, wobei sich trotz milder Temperaturen um 23 Uhr vor den Kneipen keine große Menschenansammlung wie in anderen Jahren einstellte. Von der Innenstadt etwas abseits gelegen, hat auch die Gaststätte „Funzel“ in den Vorjahren schon mehr Besucher gesehen. Neu dabei war die Bar „Wein Spitz“. „Es geht darum, in Rheinfelden etwas auf die Beine zu stellen. Da muss man als Gastronomie mitmachen“, sagte Tanja Spitz, die mit dem Andrang zufrieden war.
  • Die Musikstile: Den Besuchern wurde Abwechslung geboten. Diego‘s Canela im „Pasta König“ spielte spanischen Rock und Pop. Les Chambords ließen passend zum amerikanischen „Dinner Rockfood“ klassischen Rock‘n‘Roll erklingen. Im „Public Pub“ sorgte Way of Rock mit Rock, Country, Folk und Oldies für Stimmung. Das Duo Aca-Acoustic gab im „Bistro“ Pop, Rock und Folk zum Besten. Wie auch vergangenes Jahr spielte in der „Funzel“ Fux Solo einen Hitmix auf der Akustikgitarre. Hits der 70er, 80er und 90er Jahre gab das Duo Halfplugged im „Wein Spitz“ zum Besten. DJ Loony Tunes legte im „VIP City Play“ Partyhits, R‘n‘B und House auf.
  • Das Publikum: Auf den Straßen und Plätzen wechselten die Besucher zwischen den Lokalen hin und her. Es waren aber schon deutlich mehr Menschen bei einer Kneipennacht unterwegs. Eine schöne Atmosphäre schuf die vom Lichtereinkaufsabend stehen gebliebene Illumination in der Innenstadt. Auf dem Oberrheinplatz boten Food-Trucks ihre Spezialitäten an. Beim Publikum kam die Kneipennacht gut an. „Das ist einfach nur geil“, sagte ein Besucher aus Karsau. „Wir kommen jedes Jahr.“ Die meisten Besucher kamen aus Rheinfelden und seinen Ortsteilen, darunter mischten sich auch Gäste aus anderen Orten. Vor dem „Public Pub“ freute sich eine Gruppe Schweizer über das Livemusik-Angebot.
  • Das Fazit: Das Konzept scheint nicht allen Wirten in der Stadt zu liegen, so hatten vor einem Jahr noch elf Lokale teilgenommen. Einer der Gastronomen äußerte Kritik am späten Start der Musik um 21 Uhr. Das Publikum werde älter und der Veranstalter X-Events solle den Wirten mehr Spielraum bei der Startzeit einräumen. „Eine bessere Werbung kann es für eine Wirtschaft nicht geben“, sagte hingegen ein Hertener Besucher, der das Konzept und auch das Programm lobte. Er meinte, dass sich noch mehr Gastronomen in die Kneipennacht einbringen und ein stärkeres Zusammengehörigkeitsgefühl entwickeln sollten: „Davon profitieren doch alle.“