Beim Kinderferienprogramm der Arbeiterwohlfahrt werden die Teilnehmer zu kleinen Steinzeitmenschen, die Specksteine schleifen, mit Fingerfarben malen und einen witzigen Höhlenfrosch basteln.

Max kreiert eine Schmuckbox

Mit Bleistift hat der achtjährige Max die Muster auf einer Schachtel vorgezeichnet, und nun malt er sie wie die Steinzeitmenschen bunt mit Fingerfarben aus. Die Schachtel wird die Schmuckbox für seine Specksteinarbeit, die er beim Ferienprogramm des Kreisverbands der Arbeiterwohlfahrt (Awo) anfertigt, denn in der Steinzeit waren die Werkzeuge aus Stein.

Sie wollen die Steine als Halsketten tragen

Manche Kinder verzieren ihre Specksteine mit Rillen, andere machen einen Herz oder einen Totenschädel. Die Speckstein-Rohlinge sind mit einem Loch durchbohrt, damit die Kinder sie später als Halsketten tragen können. Max will als Anhänger einen großen Zahn wie von einem Säbelzahntiger machen. Dabei hatte er aber ein bisschen Pech, und die Spitze ist abgebrochen. Nun muss er neu anfangen, weil ihm aber die Finger vom vielen Schleifen noch ein bisschen weh tun, malt er zuerst die Schmuckbox an.

Alle Kinder haben ihre eigenen Vorstellungen davon, wie ihr Speckstein-Schmuckstück aussehen soll.
Alle Kinder haben ihre eigenen Vorstellungen davon, wie ihr Speckstein-Schmuckstück aussehen soll. | Bild: Horatio Gollin

Nur zwei Mädchen sind dabei

Zwölf Kinder im Grundschulalter haben sich zum viertägigen Ferienprogramm angemeldet. „Bis auf zwei Kinder gehen alle auf die Christian-Heinrich-Zeller-Schule“, erzählt Melanie Lienhardt von der Awo-Kids Schulbetreuung, die von Heiko Hein in der Aufsicht unterstützt wird. Mit dem Thema Steinzeit wurden vor allem Jungen angesprochen, nur zwei Mädchen haben sich angemeldet.

Erst geht‘s mal auf den Schulhof

Während der Ankunftszeit wird ein richtiges Frühstück geboten, und danach geht es mit den Kindern raus auf den Schulhof, wo sie sich auspowern können. Steinzeitlich wird es beim Bearbeiten der Specksteine, beim Malen mit Fingerfarben und beim Stempeldruck. Geplant ist auch, einen Höhlenfrosch mit Keule und Fellbekleidung zu basteln.

Das Spielzimmer ist immer offen

Das Spielzimmer steht den Kindern immer offen, und zum Abschluss der vier Tage wird der abenteuerlich, witzige Steinzeit-Zeichentrickfilm „Croods“ gezeigt. Mit dem Ferienprogramm wird den Eltern eine sichere Vormittagsbetreuung geboten. Die ersten Kinder werden wieder um 13 Uhr abgeholt, andere Kinder bleiben noch zum gemeinsamen Mittagessen und gehen erst eine Stunde später, erklärt Lienhardt.

Die Kinder sind stolz auf ihre Werke

Stolz zeigt der siebenjährige Mark seinen Speckstein, in den er ein Muster geritzt hat. Auch der neunjährige Tayler fand das Arbeiten mit den Specksteinen richtig gut. „Es war nur ein bisschen schwierig“, sagt Tayler, der aus seinem Speckstein ein Boot gemacht hat. Auf die Schmuckbox malt er neben Mustern auch Augen auf. Der neunjährige Yanis ist schon fertig, er hat einen Fellschaber angefertigt, und auch die Box ist schon angemalt. Auch andere Kinder sind schon fertig und belagern den Tischkicker oder suchen sich ein ruhigeres Spiel. Das Thema Steinzeit muss auch nicht unbedingt eingehalten werden. Die Betreuer haben auch andere Bastelvorlagen.