Das Ei mit der Oster-Wetterprognose speziell für Ostersonntag und Montag ist noch nicht ganz gelegt, eines ist jedoch sicher: Wer den Sinn von gefärbten Ostereier darin sieht, dass man sie im Schnee besser findet, kann auf das Färben unterhalb von 1000 Höhenmeter verzichten. Denn trotz des „Antiwinter-Weihnachtswetters 2017 erwartet Wetterexperte Helmut Kohler keinen Schnee an Ostern. Die höchsten Schwarzwaldlagen könnten jedoch durchaus eine weiße Oster-Überraschung bekommen.

Am zurückliegenden Wochenende herrschten mit sonnigem Frühlingswetter und 16 Grad die bisher höchsten Temperaturen des Jahres. Diese Wetterlage wäre auch für die Osterfeiertage wünschenswert, zumindest für alle, die gerne draußen Eier suchen oder einfach spazieren gehen möchten. Daraus wird aber leider nichts, da ist sich Kohler sicher. Das schöne Frühlingswetter kam eine Woche zu früh, denn Mitte der Karwoche bekommt das Wetter einen wechselhaften Charakter.

Nach frostfreien Nächten dürften sich die Tageshöchsttemperaturen bei einem Sonne- und Wolkenmix und gelegentlichen Regenschauern bis auf den Ostermontag mit bis zu 16 Grad um zehn Grad einpendeln, schreibt Kohler. Bei einer praktisch identischen Wetterlage war es im vergangenen Jahr über Ostern tagsüber drei Grad wärmer. Vor zwei Jahren war es jedoch wesentlich unangenehmer, da am Karfreitag die Temperatur bei acht Liter Regen pro Quadratmeter nur auf 6,8 Grad anstieg. Am Ostermontagmorgen 2016 gab es laut Kohler sogar leichten Bodenfrost.

Der Ostertermin fällt immer auf das Wochenende nach dem ersten Frühlingsvollmond und somit zwischen dem 22. März (frühester Termin) und dem 25. April (spätester Termin). Eine wissenschaftliche „Klimatologie des Osterfestes“ sei deshalb im Gegensatz zur „Weiße-Weihnachten-Statistik“ aufgrund der Schwankungsbreite des Osterdatums nicht aussagekräftig. Dennoch liefert Kohler einen Vergleich der unterschiedlichsten Osterwetter-Verhältnisse seit dem Jahr 1977.

Osterwetter-Extreme

  • 12. April 1998: Vom Ostersamstag auf den Ostersonntag fielen bei -0,4 Grad zehn Zentimeter Nassschnee, was zu erheblichem Schneebruch und Straßensperrungen führte.
  • 24. März 2008: Minus fünf Grad und eine Pulverschneedecke von über elf Zentimetern waren am Ostermontag die tiefste Oster-Temperatur und die höchste Oster-Schneedecke seit 1977.
  • 22. April 2000: Das wärmste Osterwochenende gab es im Mileniumsjahr 2000, am Ostersamstag stieg die Temperatur auf sommerliche 27 Grad an.

Osterwetter-Statistik

  • Schönwetter: vier Mal: 2002, 2007, 2009, 2011.
  • Regen: 17 Mal.
  • Schnee: fünf Mal: 1997, 1998, 2001, 2008, 2013.
  • Gewitter: vier Mal: 2003, 2005, 2010, 2017.
  • Temperaturen: im Durchschnitt maximal 16,8 Grad, minimal 2,2 Grad.