Die Betonplatten und Wände des Dorfbachs vor der Wiechsmühle müssen saniert werden. Da das Wasserhaushaltsgesetz eine Verbesserung vorschreibt, wird der Bachlauf wahrscheinlich geöffnet. Anrainer fürchten um die Parkplätze. Allerdings ist dort Parken gar nicht erlaubt.

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Kunden des Naturkostladens weichen aus

Im jüngsten Nollinger Ausschuss hatte es schon Klagen der Anwohner gegeben, dass seit der Sperrung der Betonplatten über dem Dorfbach an der Wiechsmühle in der Verbindungsstraße zwischen Zielgasse und B 316 die Kunden des Naturkostladens in Zielgasse und Keltenstraße auswichen. Gegenüber der Zeitung hatte Ursula Brombach, Betreiberin des Naturkostladens Kornblume, die Befürchtung geäußert, dass die fünf Parkplätze vor dem Geschäft nicht für ihre Kunden und die des saisonalen Erdbeer- und Spargelverkaufs sowie Weihnachtsbaumverkaufs ausreichten.

Wildes Parken auf dem Grünstreifen

Zu Stoßzeiten beobachte sie wildes Parken auf dem Grünstreifen zur Bundesstraße. Ob die Platten erneuert oder der Bach geöffnet werde, hing zuletzt von einer Stellungnahme des Landratsamtes Lörrach ab. Um mit den Eigentümern der angrenzenden Grundstücke die Situation zu besprechen, gab‘s am Donnerstag nun einen einen Vor-Ort-Termin.

Behörde verweist auf Wasserhaushaltsgesetz

Das Landratsamt habe auf das Wasserhaushaltsgesetz (WHG) verwiesen, wonach eine Verbesserung eintreten müsse, wenn Maßnahmen an einem Bach ergriffen werden, erklärte Tobias Obert, Leiter der Tiefbauabteilung. Patrick Pauli von Stadtplanungs- und Umweltabteilung ergänzte, dass der Bach vermutlich nicht renaturiert werden könne, da der Platz dafür nicht ausreicht, aber eine Öffnung schon ein Vorteil gegenüber der Verdohlung sei, die für Tiere eine Barriere darstellt. Patrick Nacke von der Tiefbauabteilung erklärte, dass nicht nur die Betonplatten, sondern auch die Wände des Bachlaufes auf einer Strecke von 75 Meter zu sanieren sind und auf zwei Abschnitten über 21 Meter und 29 Meter der Bach dann geöffnet und mit einem Geländer gesichert würde.

Zu den Stoßzeiten herrscht ein Parkdruck

Die anwesenden Eigentümer verwiesen am Donnerstag auf die Parkplatz suchenden Kunden und auf den Parkdruck zu Stoßzeiten. Sabrina Kilchling von der Verkehrsabteilung stellte klar, dass schon vor der Sperrung nicht auf den Betonplatten über dem Bach hätte geparkt werden dürfen, da die Betonplatten keine Verkehrsfläche seien. Rainer Vierbaum, Sprecher des Nollinger Ausschusses, stellte fest, dass auf den Privatgrundstücken auch noch ausreichend Platz zur Verfügung steht, um dort weitere Stellplätze anzulegen. Er riet auch dazu, die schon vorhandene Fläche durch Markierung besser auszunutzen.

Das Verkehrsaufkommen verringert sich

Vierbaum führte aus, dass der Staffelweg langfristig an die Zielgasse angebunden werde, wo eine Kreuzung eingerichtet wird, während die Durchfahrt durch die Verbindungsstraße zur Bundesstraße dann entfällt. Dadurch verringere sich auch das Verkehrsaufkommen in der Straße, bestätigte Obert die Pläne des Regierungspräsidiums Freiburg. Dem Vorschlag eines Anwohners, Parkplätze am Böschungsstreifen zur Bundesstraße anzulegen, räumte Obert keine Chancen ein, da die Fläche dem Bund gehört. Er sagte aber zu, nochmal mit dem Landratsamt den Sachverhalt zu besprechen.

Maßnahme frühestens im Sommer 2020

Die Maßnahme selbst komme frühestens im Sommer nächsten Jahres, da zunächst noch eine Planung gemacht, Rücksprache mit dem Landratsamt gehalten und Haushaltsmittel für nächstes Jahr eingestellt werden müssen.