Nachdem das Teelädele im Juli den Betrieb eingestellt hatte, legte die Top-Immobilien GmbH Pläne für den Neubau eines Geschäfts- und Wohnhauses vor. Das Teelädele und das westliche Nachbarhaus sollen abgerissen werden. Die Pläne hatte das Bauamt zunächst zurückgewiesen. Das Projekt wurde nun auf der Nordseite verkleinert und um zwei Wohnungen reduziert sowie die Balkone zur Karl-Fürstenberg-Straße nach innen verlegt, sodass sie nur noch 75 Zentimeter in die Straße hineinragen, erklärte Architekt Manfred Lietzow im Bau- und Umweltausschuss.

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Im Erdgeschoss sind 528 Quadratmeter Geschäftsfläche geplant. In den oberen drei Stockwerken sollen zwölf Wohnungen entstehen. Acht Stellplätze sind in der Tiefgarage geplant, die über den Schäferweg erschlossen wird, wo überirdisch sieben weitere Stellplätze geplant sind.

Da das Bauvorhaben die Festsetzungen des Bebauungsplans „Stadtgebiet-Teilbereich IV“ nicht einhält, wird eine Bebauungsplanänderung nötig. Gemeinderat Reinhard Börner (Freie Wähler) erkundigte sich, ob die Front der zwei alten Giebelhäuser erhalten werden könne. Lietzow meinte, dass das nicht integrierbar sei, da das Gebäude ein Geschoss höher wird und die Ladenzugänge ebenerdig gestaltet werden sollen. Gemeinderätin Karin Paulsen-Zenke (SPD) fragte, ob das Projekt nochmal verkleinert werden könnte. Lietzow meinte, dass es schon um fünf Meter auf der Nordseite reduziert wurde und jetzt im genehmigungsfähigen Bereich läge.

Innenstadtentwicklung gewünscht?

Gemeinderat Dieter Meier (CDU) erkundigte sich, ob die Anlieferung über die Karl-Fürstenberg-Straße erfolgen sollte. Dies wurde von Lietzow bestätigt, der darauf verwies, dass die Anlieferung auch bei anderen Geschäften durch die Fußgängerzone erfolgte. Oberbürgermeister Klaus Eberhardt erklärte, dass es kaum noch Potenzial für Einzelhandelsflächen in der Innenstadt gebe und es eine grundsätzliche Frage sei, ob man eine Innenstadtentwicklung wolle.

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Gemeinderat Heinrich Lohmann (Grüne) teilte mit, dass sich die Grünen vorläufig enthielten, da das Thema vor der Gemeinderatssitzung noch in der Fraktion diskutiert werden müsse. Auch die SPD-Fraktion will das Thema noch besprechen. Mit sechs Stimmen bei vier Enthaltungen der SPD- und Grünen-Gemeinderäte beschloss der Bau- und Umweltausschuss die Bebauungsplanänderung.