In Nordschwaben ist für das kommende Jahr kein regulärer Hieb geplant, vielmehr wird sich die Forstwirtschaft auf die Pflanzung von 3000 Eichen und 1000 Hainbuchen auf 1,5 Hektar Käferfläche am Dornachweg konzentrieren. In der öffentlichen Sitzung des Ortschaftsrates Nordschwaben erläuterte Revierförster Thomas Hirner den Betriebsplan für das Forstwirtschaftsjahr 2010 und zeichnete ein Bild, das auch in Nordschwaben stark von massiven Klimaschäden aus diesem Jahr geprägt wird.

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Der Wald sei im Trockenstress, so Hirner. Besonders betroffen sei davon vor allem die Fichte. Dies haben zur Folge, dass sich die Bäume nicht mehr gegen Borkenkäfer, wie den Buchdrucker und den Kupferstecher, wehren könnten. Die daraus resultierenden Borkenkäferschäden würden daher auch hinsichtlich der Holzmenge und den Auswirkungen auf den Holzpreis (deutlicher Rückgang) die ursprünglichen Befürchtungen bei weitem übertreffen. Wenn dies so weitergehe, dann werde es schon bald keine Fichtenbestände mehr auf dem Dinkelberg geben, so die Diagnose des Revierförsters.

Trockenschäden bei Buchen und Eichen

In Bezug auf das Laubholz sagte er, dass dieses nach wie vor sehr gut absetzbar sei, allerdings gebe es auch bei alten Buchen und Eichen schon einige Trockenschäden. Zu den weiteren Maßnahmen in Nordschwaben im kommenden Jahr zählte er Kultursicherungsmaßnahmen wie das Ausmähen in bestehenden und auch neuen Kulturen. Darüber hinaus würde je nach Bedarf im Anschluss an Hiebmaßnahmen und dem Abschluss der Holzabfuhr auch die Waldwege wiederinstandgesetzt. Bekanntgegeben wurde außerdem, dass der Radweg zwischen Karsau und Nordschwaben in den kommenden 14 Tagen asphaltiert werden soll.

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Für das laufende Jahr verwies er auf die Kulturpflege in einzelnen Kulturen, wie auch auf die Käferholzaufarbeitung. Kritisch hinterfragt wurden von Gemeinderätin Rita Rübsam die vorgesehenen Mittel in Höhe von 33 000 Euro für die Unterhaltung an Waldwegen. Hirner sagte, dass man durchaus auch mehr Geld gebrauchen könne, um noch mehr Waldwege gegebenenfalls auch besser unterhalten zu können. Rübsam verwies in diesem Zusammenhang auf die anstehenden Haushaltsberatungen, in denen man dieses Thema durchaus ansprechen könne.

Keine Ambrosia-Pflanzen auf Weide

Der Tagesordnungspunkt „Ambrosia-Verdacht“ auf einer Weide konnte in der Sitzung des Ortschaftsrates relativ schnell abgehakt werden, denn die Ortschaftsräte waren sich einig, dass es sich bei den verdächtigen Pflanzen nicht um die Allergie-Pflanze Ambrosia gehandelt hat. Entsprechende Vermutungen waren im Vorfeld von Ortschaftsrat Andreas Nußhardt (Unabhängige Dorfliste UDL) geäußert worden. Er hatte einige Pflanzen auf der Wiese gegenüber dem Bolzplatz in Verdacht, der auch von einigen Bürgern geäußert wurde. Nach den neuesten Erkenntnissen beschloss der Ortschaftsrat Nordschwaben in seiner Sitzung einstimmig, das Thema ad acta zu legen und in der Sache nichts weiter zu unternehmen.