Am Vormittag des Sonntags musste der Nollinger Bergtunnel auf der A 861 in beide Richtungen gesperrt werden. Grund für die Sperrung war ein technischer Defekt, der das System dazu veranlasst hat, den Tunnel zu sperren. Eine Gefahr für Verkehrsteilnehmer bestand aber nicht, teilt die Polizei mit. Davon betroffen waren jedoch viele Autofahrer, die vor dem Tunnel stehen bleiben mussten. Erst nach einer etwa einstündigen Wartezeit konnte der Tunnel nach Anweisung der Autobahnmeisterei durchfahren werden. Die Autobahnmeisterei Efringen-Kirchen hat während der Sperrung eine örtliche Umleitung eingerichtet.

Fahrer müssen erst zum Auto zurück

Negativ aufgefallen sind der Polizei jedoch viele Autofahrer, die beim Stauanfang keine Rettungsgasse gebildet haben. Diese wurde erst gebildet, als ein Polizeifahrzeug durchfahren musste. Einige Fahrer mussten sogar erst zu ihren Fahrzeugen gehen, um den anfahrenden Kräften Platz zu machen.

Sie wenden und fahren nach Lörrach zurück

An Dreistigkeit nicht zu überbieten waren allerdings Fahrer, die sich im Stau befanden und den für sie gesperrten Bereich einer Baustelle befuhren, um zu wenden und zurück nach Lörrach zu fahren. Damit genau dies nicht passiert, wurden durch eine Streife des Verkehrskommissariats Weil am Rhein Warnbaken als Sperre aufgestellt. Nach Beendigung des Einsatzes wurde durch die Streife festgestellt, dass eben diese Warnbacken durch unbekannte Fahrer zur Seite gestellt wurden.

Auch einige Mitfahrer handeln fahrlässig

Ziemlich fahrlässig verhielten sich nach Beobachtung der Polizei während der Tunnelsperrung nicht nur die Autofahrer, sondern auch deren Mitfahrer. Bei der Anfahrt zum Tunnel wurden Eltern mit ihren Kindern auf der Fahrbahn festgestellt, die sich ihre Füße vertreten hatten. Hierbei liefen sie mehrmals quer über die Fahrbahn. Ein Verkehrsteilnehmer packte sogar sein Skateboard aus und fuhr mit diesem auf der Autobahn herum. Er wurde nachdrücklich aufgefordert, sich unverzüglich ins Auto zu begeben.