Kein Wunder also, dass das Hertener Loch inzwischen so beliebt ist, dass es dem einen oder anderen Stammgast fast zu viel wird. Wir haben uns an einem typischen Sommer-Samstag unter die Besucher gemischt.

Claudia aus Grenzach-Wyhlen kommt immer mit Freund und Kind ins Hertener Loch, wenn die Zeit nicht für einen Freibadbesuch reicht. „Wir lassen uns von Warmbach bis hierher treiben.“ Sie schätzt, dass sie etwa zehn Mal im Jahr ins Hertener Loch kommt, schon seit ihrer Kindheit. „Hier ist es schön, entspannender als im Schwimmbad. Der Blick auf den Rhein macht Ferienstimmung.“ Wobei sie einschränkt, dass es auch Tage gibt, an denen es „extrem voll“ wird im Hertener Loch.

Genau das bringt Darek aus Eichsel auf die Palme, der mit drei Freunden den Nachmittag genießt. Darek kommt ebenfalls geschätzte zehn Mal pro Sommer ins Hertener Loch. „Aber Tendenz fallend, weil es viel voller wird und keinen Spaß mehr macht“, meint der 26-Jährige. Seit zwei Jahren, so seine Beobachtung, kommen verstärkt auch Menschen mit Flüchtlingshintergrund ins Hertener Loch. „Das hat Ausmaße angenommen, es ist manchmal nicht mehr auszuhalten: Die machen laute Musik, die tanzen im Kreis. Das ist prinzipiell ja okay, aber hier ist ein öffentlicher Platz, den muss man nicht zu einem halben Festival umgestalten“, kritisiert Darek.

Stefan und Kathrin aus Herten sind auch regelmäßige Besucher. „Das ist ein toller Multikultiplatz und die Grillstellen werden geteilt“, meint Stefan und Kathrin ergänzt: „Alle sind nett und die Kinder spielen miteinander.“ Manchmal sei durchaus viel los im Hertener Loch, sind sie sich einig, aber es kämen alle Gruppen gut miteinander aus. „Ich fühl' mich nicht belästigt. Alles ganz normal. Wenn einer zu laut ist, dann kann man das ihm sagen. Ich habe noch nie Ärger mitgekriegt“, sagt Stefan und Kathrin fügt an: „Ich finde gut und wichtig, dass die Leute den Platz sauber halten.“

Besonders viel Spaß beim Tummeln im Rhein haben Bernd und Violetta aus Berlin, die zum ersten Mal im Hertener Loch sind. Sie besuchen Freunde in Lörrach und neben der Burgruine Rötteln ist das Hertener Loch das zweite Ausflugsziel. „Das ist ganz toll hier. In Berlin sind alle Seen gekippt“, witzelt Bernd und Violetta widerspricht: „Die Seen in Berlin sind auch schön.“ Beide loben das Hertener Loch als ruhigen und idyllischen Platz. Violetta meint, dass sie im Hertener Loch auch keine Angst habe, beklaut zu werden Und: „Das Wasser ist erstaunlich klar. Ich dachte, der Rhein wäre trüber“, stellt Violetta fest. „Wasser macht einfach alles schöner.“