Beim Rheinfelder Triathlon lief Céline Kaiser als dritte Frau durchs Ziel. Sie ist schon bei Landesmeisterschaften und Bundesmeisterschaften angetreten. Dieses Jahr will die Hertenerin noch am Europacup in Schweden teilnehmen.

Dritte bei der Veranstaltung in Rheinfelden

Nachdem sie als Schnellste der Frauen die Schwimmstrecke im Freibad hinter sich gebracht hatte, musste Céline Kaiser beim Radfahren und Laufen zwar hinter zwei anderen Triathletinnen zurückstecken, aber sie überquerte die Ziellinie schließlich noch als Dritte von 52 Teilnehmerinnen am Rheinfelden Triathlon und als Erste ihrer Altersklasse. „Es war sehr kalt“, erinnert sie sich. Schon zum vierten Mal hat sie sich der sportlichen Herausforderung in Rheinfelden gestellt.

Ermüdungsbruch: Eine Folge der Dauerbelastung

„Das Schwimmen und das Barfußlaufen auf dem kalten Boden in die Wechselzone war kalt“, sagt sie. Andererseits hat sie sich bei heißen Temperaturen auch schon einmal die Fußsohlen verbrannt. Die junge Frau ist hart im Nehmen. Weh tut es erst hinterher, auch als Céline Kaiser einmal durch Scherben lief und sich dabei den Fuß aufschnitt. Den Wettkampf hat sie ohne Verband beendet. Vergangenes Jahr bei einem Wettkampf in Bad Säckingen hat ihr Bein schon vor dem Start geschmerzt, danach wurde es schlimmer. „Dann habe ich es anschauen lassen“, erzählt Kaiser. Die Untersuchung ergab einen Ermüdungsbruch. Solche Stressfrakturen treten nicht plötzlich auf, sondern entstehen als Folge von Dauerbelastung.

Zu den Wettkämpfen fährt sie in Begleitung

Céline Kaiser ist 20 Jahre alt und kommt aus Herten. Ihr Abitur hat sie am Lise-Meitner-Gymnasium in Grenzach-Wyhlen gemacht. Mit zwölf von 15 Punkten im Leistungskurs Sport. „Der Ballsport hat mich runter gezogen“, sagt Kaiser. Ihre 13-jährige Schwester Emmely ist beim Rheinfelder Triathlon ebenfalls mitgelaufen. Der 17 Jahre alte Bruder Max interessiert sich mehr für Motorsport. Den Grundstein für die Begeisterung an Aktivität und Sport hat Mutter Caroline gelegt, die immer auf ein aktives Familienleben geachtet hat, obwohl die Pfarramtssekretärin die Kinder ohne Vater groß gezogen hat. Zu den Wettkämpfen reist Kaiser auch nie alleine an, ihre Mutter, ihre Großmutter oder ihr Freund begleiten sie dann.

Zeit fürs Training hat sie immer

„Ich trainiere viel“, sagt Kaiser. „Bevor ich das Studium im Oktober angefangen habe, war ich viel in Basel und habe mit den Wildcats trainiert.“ In der Turnerschaft Langenau hat sie lange trainiert, und zum Schwimmen war sie auch oft im Hallenbad in Grenzach-Wyhlen. Rund um Herten gibt es schöne Rad- und Laufstrecken am Rhein und im Wald. Seit Oktober studiert Kaiser an der Albert-Ludwig-Universität in Freiburg, wo sie in eine Wohngemeinschaft gezogen ist. Aber nicht Sport steht auf ihrem Lehrplan, sondern Jura. Neben dem Studium kommt sie weiterhin ihrer sportliche Leidenschaft nach. „Es findet sich immer Zeit für das Training“, meint Kaiser. Große Freude hat sie beim Training des bekannten Schwimmtrainers Bernd Pinkes.

Erster Start im Triathlon in Schopfheim

Ihr erste Teilnahme an einem Triathlon war in Schopfheim, da besuchte Kaiser noch die sechste Klasse. Mittlerweile hat sie an unzähligen Wettbewerben teilgenommen, auch an deutschen Meisterschaften, und bei der baden-württembergischen Landesmeisterschaft, wo sie den ersten Platz in der Jugendklasse holte. Vergangenes Jahr ist sie für das Team München in der Bundesliga gestartet und dabei in der ganzen Republik herum gekommen.

Zuerst ist da das Reiten und Eiskunstlaufen

Es waren weniger Laufen, Schwimmen oder Radfahren, die bei Céline Kaiser die Begeisterung an sportlicher Aktivitäten ausgelöst haben. Angefangen hat sie mit Reiten, dann kam Eiskunstlauf. Ausschlaggebend für den Triathlon war der Swim & Run in Grenzach-Wyhlen, und ein Sportlehrer, der sie als gute Schwimmerin und Läuferin erkannte, und der Mutter riet, sie in einem Laufclub anzumelden. Kaiser trat in die Triathlon-Abteilung des Turnvereins Grenzach ein.

Die Ausrüstung hat es in sich und ist teuer

Günstig ist Triathlon nicht, da neben einem Rad und Laufschuhen auch Laufkleider, Badeanzug, Bademütze, Schwimmbrille, Neoprenanzug, Radschuhe, Wettkampfanzug, Fahrradhelm und vieles mehr gebraucht werden. Da bedeutet auch das Packen der Sporttasche einen gewissen Aufwand. Ihre Freizeit nutzt sie für den Sport. „Ich starte dieses Jahr auch wieder in der ersten Bundesliga für den TuS Griesheim“, erzählt Kaiser.

Sie hofft, bei allen vier Rennen starten zu können. Die Teilnahme am Europacup in Schweden ist auch geplant, und auch an die Schweizer Meisterschaft in Lausanne möchte sie gehen. „Es wird nie langweilig, weil es drei Sportarten sind“, sagt Céline Kaiser.