In der Sitzung des Ortschaftsrates wurde am Montag Matthias Reiske (FW) zum ersten stellvertretenden Ortsvorsteher gewählt. Zum zweiten stellvertretenden Ortsvorsteher wählten die Ortschaftsräte Nico Kiefer (SPD). Neben Personalien ging es auch um die Umgestaltung des Rathausplatzes im Rahmen des Sanierungsprojekts Ortskern II, der ohne eine Bushaltestelle an der Rabenfelsstraße, gegenüber dem Lebensmittelmarkt, vorgesehen ist.

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Mit Frank-Michael Littwin bekommt Herten einen hauptamtlichen Beamten als Ortsvorsteher, nachdem die bisherige Amtsinhaberin, Sabine Hartmann-Müller das Amt nicht weiter übernehmen wollte und sich kein Ehrenamtlicher aus den Reihen des Ortschaftsrats fand. Jetzt brauchte es noch einen Stellvertreter. Um diesen Posten gab es bis vor wenigen Wochen noch das ein oder andere Geplänkel hinter verschlossenen Türen, weil zunächst Sabine Hartmann-Müller (CDU) mitgeteilt hatte, als Stellvertreterin zur Verfügung zu stehen.

Rückzug der Kandidatur

Nachdem dann jedoch Matthias Reiske (FW) mit den meisten Stimmen bei der Kommunalwahl diesen Platz für sich reklamierte, zog Hartmann-Müller ihre Kandidatur zurück. In einer Mitteilung an die Hertener Ortschaftsräte erklärte sie ihren Verzicht. Gleichzeitig verwies sie darauf, dass ihr eine geregelte Übergabe der Amtsgeschäfte an den neuen Ortsvorsteher am Herzen liege. Aufgrund der erzielten Stimmen bei der Kommunalwahl stellte sie fest, dass der zweite Stellvertreterposten der SPD zustehe.

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Daher teilte sie den Ortschaftsräten mit, dass der entsprechende Beschlussvorschlag für die Stellvertreterwahlen in der Sitzung am Montag Matthias Reiske (FW) und Hans Schiffmann (SPD), welcher bisher als erster Stellvertreter agierte, lauten würde. So kam es jedoch nicht, denn Hans Schiffmann verzichtete seinerseits auf eine Stellvertreter-Kandidatur und teilte am Montag mit, dass man mit Nico Kiefer (SPD) auch einen Generationenwechsel bei den Stellvertretern des Ortsvorstehers herbeiführen wolle. Reiske (FW) konnte krankheitsbedingt nicht an der Sitzung teilnehmen. Er wurde in Abwesenheit gewählt.

Kein Bushalt am Rathaus

Der Rathausplatz in Rheinfelden-Herten soll nach seiner Umgestaltung im Rahmen des Sanierungsprojekts Ortskern II ohne eine Bushaltestelle an der Rabenfelsstraße, gegenüber dem Lebensmittelmarkt, auskommen. Einen entsprechenden Beschluss fasste der Ortschaftsrat Herten in öffentlicher Sitzung am Montag. Zuvor hatte Landschaftsarchitekt Roland Senger sowie Birthe Fischer von der Stadtplanungs- und Umweltabteilung die Vorentwürfe für die neue Rathausplatzgestaltung vorgestellt. So auch die Anregungen die im Rahmen der Bürgerbeteiligung bei insgesamt zwei Workshops in Bezug auf die Gestaltung des Rathausplatzes erarbeitet wurden.

Zwei Vorentwürfe vorgestellt

Vorgestellt wurden in der Sitzung zwei Vorentwürfe, die um den Rathausplatz herum eine U-förmige, begrünte Pergola vorsehen, die einen transparenten Raum im Innern des Platzes umschließt. Die hohe Aufenthaltsqualität soll darüber hinaus mit einem Brunnen mit Sitzbänken und Wasserfontänen erreicht werden. Um den Rathausplatz herum skizzierten die Planer Parkplätze, deren Anzahl jedoch auch davon ab hängen soll, ob am Rathausplatz eine Bushaltestelle angelegt wird oder nicht. Lange Diskussionen bestimmten daher auch weniger die Gestaltung des Platzes, sondern die Bushaltestelle und die praktischen Fahroptionen mit den Gelenkbussen. Am Ende beschlossen die Räte, die bisherige Bushaltestelle, die sich derzeit auf dem Parkplatz am Rathaus befindet, in die Bahnhofstraße zu verlegen. Dort sollen die Haltestellen auf Höhe der Hausnummer 3 in Richtung St. Josefshaus und auf Höhe der Hausnummer 6 in Richtung Bahnhof Herten installiert werden.

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Diese Entscheidung kommt auch dem Besitzer des Hertener Lebensmittelmarktes zugute. Dieser hatte in der Diskussion um mehr öffentliche Parkplätze für seine Kundschaft gebeten, insbesondere dann, wenn der Markt wie geplant erweitert wird. Fragen in Bezug auf den Verkehr rund um den Rathausplatz, dessen Zunahme im Rahmen der Erweiterung des Lebensmittelmarktes sowie der Umgestaltung des Rathausplatzes blieben am ende dennoch offen.

Prekäre Verkehrssituation befürchtet

Einige der Ortschaftsräte befürchten, dass es aufgrund der Verlegung der Bushaltestelle dann in der Bahnhofstraße zu prekären Verkehrssituationen kommen könne. Daher wurde auch überlegt, ob man die Buslinie nicht auch über den bereits sanierten Lindenplatz führen könnte. Dies hätte jedoch zur Folge, dass Fördergelder, die im Rahmen der Lindenplatzsanierung gewährt wurden, wieder zurückbezahlt werden müssten, wie Planerin Birthe Fischer erklärte. Ortsvorsteherin Sabine Hartmann-Müller fügte an, dass auch der Untergrund des Lindenplatzes dies nicht zulasse. Der Lindenplatz sei schließlich vor einigen Jahren als verkehrsfreie Fläche geplant worden, was man so auch beibehalten wolle.