Mit dem ersten Nachtumzug in Minseln verwirklichten sich die Meisler Mohre einen Traum. Es war ein sehr schöner Nachtumzug, den die 50 Jahre alte Fasnachtsclique da auf die Beine gestellt hatte. Für Minseln war es eine Premiere. Viele Menschen warteten auf die Narren an der Umzugsstrecke entlang der Wiesentalstraße von Oberminseln bis zur Alban-Spitz-Halle. Es war ein spannender Nachtumzug mit 37 Cliquen, Guggenmusiken und dem örtlichen Musikverein.

Insgesamt 500 Teilnehmer zogen durch die Straßen, da machte es auch nichts aus, dass es frostig kalt war. Die Narren gaben ein buntes Bild ab gegen den dunklen Nachthimmel: Angeführt wurde der Nachtumzug von der Jubiläumsclique samt dem örtlichen Musikverein mit Eckhart Hanser. Dahinter marschierten die Meisler Fasnachtscliquen Buure, Frosche und die Schlössle-Hexen. Es war ein Treffen vor allem von Cliquen aus der nahen Umgebung, da war die Schwörstädter Narrenzunft, vom Berg kam die Narrenzunft Karsau mit Abordnungen der einzelnen Cliquen, Wasserfalldämonen Warmbach, Flyburg-Hexen Nollingen, Dinkelberghexen Eichsel, D'Wölf vom Dinkelberg, Teufelslochschradde Nordschwaben, Rhyfelder Wildsäu, D'Maximale, St. Anna-Loch-Teufel und Dinkelberg-Schrate gaben sich ein Stelldichein. Aber auch aus der Schweiz waren Cliquen dabei, wie die Magdemer Bierschnäggä und auch befreundete Narren wie die Teufelsknechte aus Maulburg und die Hüsiger Kuckucke durften nicht fehlen. Die wohl weiteste Anreise hatten die Chanderner Werwölf, die Narrenzunft Hinterhag und die Hotzenblitz-Zunft aus Görwihl. Es war eine gute Mischung aus Masken und Guggenmusiken. So sorgten die Rheinfelder Ohräquäler und Guggis, samt Noddedaig Chnädder aus Kandern für den passenden Sound.

Eine Premiere feierte nicht nur der Umzug, sondern auch das Narrendorf auf dem Parkplatz der Alban-Spitz-Halle. Auch in der Halle war eine Narrenparty im Gang. Das Fazit des Mohren-Vorsitzenden Edi Baumgartner: „Der Umzug war richtig toll zum Anschauen und die Narren haben viel Spaß gehabt.“