Bundestagsabgeordneter Armin Schuster hat sein Direktmandat für die Union erfolgreich verteidigt, wenngleich im Sog seiner Partei – im Bundestrend – mit deutlichen Verlusten. Ein Großteil der Rheinfelder gab dem CDU-Mann ihre Stimme. 6721 der Erststimmen (40,94 Prozent) sowie 5769 der Zweitstimmen (35,10 Prozent) holte Schuster in die Große Kreisstadt. Vor vier Jahren entfielen auf Schuster noch 7812 der Erststimmen (50,85 Prozent). 6878 Wähler gaben der CDU ihre Zweitstimme (44,75 Prozent).

Weniger Einbußen musste die SPD mit ihrem Kandidaten Jonas Hoffmann hinnehmen. 3893 Erststimmen (23,72 Prozent) und 3285 Zweitstimmen (19,98 Prozent) lautet das Ergebnis für die SPD. Vor vier Jahren konnten die Sozialdemokraten 26,09 Prozent der Erststimmen und 23,40 Prozent der Zweitstimmen für sich verbuchen. Mit 2020 Erststimmen (12,31 Prozent) und 2298 Zweitstimmen (13,98 Prozent) landen die Grünen mit Gerhard Zickenheiner in Rheinfelden auf Platz drei. Das bedeutet gegenüber der Wahl in 2013 ein Plus: 9,7 Prozent bei den Erststimmen und 10,93 Prozent bei den Zweitstimmen war damals das Ergebnis der Auszählung.

Zu den Gewinnern zählt die FDP mit ihrem Kandidaten Christoph Hoffmann. Auf sie entfielen 1140 Erststimmen (6,95 Prozent) und 1603 Zweitstimmen (9,75 Prozent). 2013 kamen die Freien Demokraten gerade mal auf 2,19 beziehungsweise 4,89 Prozent. Freuen kann sich auch die AfD. Sie platziert sich auf Platz vier der Ergebnisliste, vor der FDP. Wolfgang Fuhl erhielt 1657 der Erststimmen (10,09 Prozent), 1776 Rheinfelder gaben der AfD ihre Zweitstimme (10,80 Prozent). Die Linke mit David Trunz bekam 765 der Erststimmen (4,66 Prozent) und 917 der Zweitstimmen (5,598 Prozent). Auch dieses Ergebnis bedeutet im Vergleich zu 2013 ein Plus. Bei der letzten Bundestagswahl erhielt die Linke 3,74 Prozent bei den Erst- sowie 4,33 Prozent der Zweitstimmen.

Lag die Wahlbeteiligung vor vier Jahren noch bei 68 Prozent, nahmen diesmal 72,23 Prozent der Wahlberechtigten ihr Recht wahr. Insgesamt gab es bei dieser Wahl in Rheinfelden 22 940 wahlberechtigte Personen. 16 570 suchten ein Wahllokal auf. Das vorläufige Wahlergebnis für die Bundestagswahl 2017 stand am Sonntagabend relativ spät, gegen 21 Uhr, fest. Ab 18 Uhr, nach Schließung der Wahllokale, hatte die Wahlhelfer alle Hände voll mit der Auszählung der Stimmen zu tun. Derweil hatte Interessierte im Rheinfelder Rathaus Gelegenheit, die Hochrechnungen auf der Leinwand und die Diskussionsrunden im TV zu verfolgen.