In einem Brief an die Redaktion beschwert sich die Rheinfelderin Ilse Enderle über vermeintlich ausgesperrte Badegäste im Innenbecken des Freibads.

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Nur für Vereine, Schulen und Schwimmkurse

„Das Senioren- und Behinderten-Becken im städtischen Schwimmbad Rheinfelden wurde dieses Jahr umgetauft in ,Innenbecken‚ und ist nur für Vereine, Schulen und Schwimmkurse benutzbar. Die Senioren und Behinderten wurden ausgesperrt. Dazu wurde eine feudale Trennwand und ein abschließbares Metallgitter installiert mit Hinweisschild ,Zutritt verboten‘“, schreibt Enderle.

Es wäre genügend freie Zeit vorhanden

Und weiter: „Nun ist das Becken während der offiziellen Öffnungszeiten des Schwimmbads nicht dauernd besetzt; am Wochenende, während der Schulferien und den belegungsfreien Zeiten durch Vereine, wäre genügend Freizeit vorhanden, dass Senioren und Behinderte das Innenbecken benutzen und genießen könnten – nein das geht nicht! Grund: Es fehlt das notwendige Personal zur Sicherheitsüberwachung wie sie zirka 40 Jahre möglich war“, schreibt die Leserin weiter. „Die dafür installierten Kameras hat man aus Datenschutzgründen deinstalliert. Sie wurden im Schwimmbadbereich installiert, wo man es mit dem Datenschutz nicht so genau nimmt.

Sie wünscht sich, dass die Stadt reagiert

Ich habe jahrelang miterlebt, wie glücklich die Behinderten im Innenbecken an den Haltestangen entlang gingen, die nun praktisch ausgesperrt sind. Ich hoffe aber, dass die Stadtverwaltung bis spätestens nächstes Jahr eine Lösung findet, um die derzeitige Situation zu ändern.“

Transparente Absperrwand aus Glas

Auf Nachfrage stellt Hauptamtsleiter Hanspeter Schuler die Situation etwas anders dar. Es sei richtig, dass bereits im vergangenen Jahr vor dem Innenbecken eine transparente Absperrwand aus Glas angebracht wurde. Diese hat eine Tür, die aber nur in ganz bestimmten Fällen geschlossen ist und Badegästen so den Zutritt verwehrt. „Grundsätzlich ist das Innenbecken vormittags immer geöffnet“, so Schuler. Wie schon seit Jahren trainieren darin immer wieder Schulklassen und Vereine. Ist das der Fall, können keine anderen Badegäste rein.

Es ist ein Aspekt der Sicherheit für die Badegäste

„Nachmittags kommt es dann auf das Wetter an“, so Schuler weiter. Wenn es heiß und das Freibad entsprechend voll ist, werde das Innenbecken oft tatsächlich geschlossen. „Das liegt daran, dass wir die Aufsichtspersonen dann draußen brauchen und drinnen keine Aufsicht mehr leisten können“, so Schuler. „Es ist nicht realistisch, in diesem Fall die Becken innen und außen zu öffnen.“ Das sei wirtschaftlich nicht sinnvoll, zudem könne dann weder die Sicherheit der Badegäste noch des Personals gewährleistet werden.

Wenn jedoch eine Gruppe, etwa eine Seniorensportgruppe, drinnen schwimmen wolle und eine eigene Aufsichtsperson stellen könne, sei das nach wie vor möglich. „Wir schließen keinen Personenkreis aus“, betont Schuler. Wer gerne im einem Wärmebecken schwimmen wolle, könne zudem jederzeit das barrierefrei zugängliche Außenbecken nutzen.