Rheinfelden – Zu einem großen Blaulichttag am Sonntag mit spektakulären Aktionen hatten die Rheinfelder Hilfsorganisationen eingeladen. Eine Vielzahl Fahrzeuge und Gerätschaften der verschiedenen Organisationen wurden der Öffentlichkeit in der Fußgängerzone und auf dem Kirchplatz vorgestellt. Zahlreiche Besucher nutzen die Gelegenheit, um sich bei dem herrlichen Sommerwetter über die Arbeit der Rettungskräfte zu informieren.

Gerade Kinder bekamen bei den großen Einsatzfahrzeugen mit Blaulicht auf dem Dach glänzende Augen. Der eine oder andere Berufswunsch der kleinen Besucher dürfte jetzt sicherlich wieder Feuerwehrmann, Sanitäter oder Polizist lauten. Vielleicht konnte ja sogar der eine oder andere Nachwuchsretter gewonnen werden.

Die Initiative ging vom Ortsverband des Technischen Hilfswerks Rheinfelden (THW) aus. Anlässlich des 65-jährigen Bestehens wollte man sich der Öffentlichkeit präsentieren, aber nicht nur einen Tag der offenen Türe veranstalten, so der stellvertretende Ortsbeauftragte Kevin Kaiser. Die weiteren Organisationen haben sich begeistert angeschlossen. Neben den zahlreichen Besuchern mit vielen Kindern waren aber auch die politischen Vertreter vor Ort. Oberbürgermeister Klaus Eberhardt, Bürgermeisterin Diana Stöcker, Bundestagsabgeordneter Armin Schuster und Landtagsabgeordnete Sabine Hartmann-Müller gingen auf einen informativen Rundgang, um sich auch im Gespräch ein Bild von der Leistungsfähigkeit im Sicherheits- und Rettungswesen zu machen. Mit unterwegs waren auch Gemeinderäte und Vertreter anderer Gemeinden.

Das THW stellte seine Arbeit mit Helfern der Ortsverbände Rheinfelden, Lörrach und Bad Säckingen mit verschiedenen Gerätschaften vor. Gezeigt wurde neben einer Vielzahl an Fahrzeugen und Material auch der Aufbau eines Einsatzgerüstsystems, mit dem Häuser abgestützt, aber auch Brücken und Stege gebaut werden können. Auch eine Drohne wurde gezeigt, mit der mittels Video- und Wärmebildkamera nach vermissten Personen oder Glutnestern gesucht werden kann.

Neben den Fahrzeugen war die Attraktion hier die Möglichkeit für Groß und Klein, mit Hilfe der Jugendfeuerwehr den Umgang mit Feuerlöschen an einem gasbetriebenen Brandsimulator zu erlernen. Weiter zeigten die Floriansjünger, wie eine handelsübliche Spraydose explodiert, wenn diese im Fahrzeug oder im Falle eines Brandes zu heiß werden sollte. Besonders eindrücklich war jedoch die meterhohe Stichflamme, wenn man versucht, einen Fettbrand mit Wasser zu löschen. Daher muss dieses immer mit einem Deckel oder einer Löschdecke erstickt werden. Die Werksfeuerwehr Evonik zeigte ihren großen Turbolöscher. Mittels zweier Flugzeugturbinen kann dieser einen feinen Wassernebel erzeugen, um Brände zu bekämpfen oder giftige Dämpfe und Gase niederzuschlagen.

Die Besucher konnten zwei Rettungswagen von innen mit ihrer Ausrüstung besichtigen und sich die verschiedenen medizinischen Gegenstände für den Ernstfall erklären lassen. Es wurde auch gezeigt, wie Infusionen gelegt, der Blutdruck gemessen wird, oder wie eine Wiederbelebung abläuft.

Die Ordnungshüter waren mit einem Motorrad und Streifenwagen sowie Kollegen der Kantonspolizei Aargau vertreten und beantworteten viele Fragen. Für die Kinder war es toll, auf dem Motorrad oder am Steuer eines Streifenwagens sitzen zu dürfen. Und Erwachsene trugen die eine oder andere rechtliche Frage vor, um sich vom Revier aufklären zu lassen.

Die Rettungsschwimmer waren mit ihrem Gerätewagen Tauchen, der die Ausrüstung für vier Rettungstaucher mitführt, und einem Einsatzleitwagen vertreten. Parallel begleiteten sie noch das Rheinschwimmen mit dem Boot und sorgten dort für die Sicherheit der Schwimmer.