Auf der Bundesstraße beim Staffelweg ist ein Biber überfahren worden. Laut der Vorsitzenden des Tierschutzvereins, Hannelore Nuss, wurde das Tier am Dienstagmorgen gefunden – der zweite Fall innerhalb kurzer Zeit. Mit großer Wahrscheinlichkeit sei der dämmerungs- und nachtaktive Biber in den frühen Morgenstunden von einem Auto erfasst worden.

„Da durch die Dürre in den letzten Wochen und Monaten viele Bäche ohne Wasser sind, kann es sein, dass der Biber auf die Suche nach geeignetem Wohnraum geht und dabei auch auf Fahrstraßen gerät“, erklärt Nuss, warum sich der Biber auf die Straße begeben haben könnte. Normalerweise leben die Tiere in stehenden oder langsam fließenden Gewässern mit Gehölz und Ufermöglichkeiten. Das sei in der Nähe der Bundesstraße an dieser Stelle vorhanden.

„Biber leben im Familienverbund und zwischen April und Juni kommen die Jungen zur Welt. Es tut weh, zu wissen, dass sich in diesem Gebiet jetzt Jungtiere ohne Elternschutz aufhalten könnten“, so Nuss weiter.

Kaum eine andere Tierart präge die Umwelt und die Dynamik von Gewässerlandschaften so sehr wie der Biber. Der Tierschutzverein Rheinfelden mahnt nun die Autofahrer zur Vorsicht. Der überfahrene Biber habe mindestens 25 Kilo gewogen und könne auf der Straße eigentlich nicht übersehen werden. Abschließend teilt Nuss mit, dass leider viele Autofahrer, die mit zu hoher Geschwindigkeit unterwegs waren, die Bergung des Bibers von Technischen Diensten und Tierschutz gefährdet hätten.