Der Dorfbach vor der Wiechsmühle könnte wieder geöffnet werden, da die Betonplatten nicht mehr sicher sind. Eine Stellungnahme des Landratsamtes dazu steht noch aus. Anwohner sorgen sich derweil über den Wegfall von Parkplätzen.

Ausschuss äußert sich zum Linksabbiegeverbot

Die Verbindungsstraße zwischen der Zielgasse und der B 316 vor der Wiechsmühle beschäftigt den Nollinger Ausschuss auch weiterhin, obgleich 2013 mit einer Temporeduktion auf der Bundesstraße und einem Linksabbiegeverbot in die Verbindungsstraße sowie in die Zielgasse auf einen sich anbahnenden Unfallschwerpunkt reagiert wurde. Ende 2018 wurde das Linksabbiegeverbot noch mal verdeutlicht, da entgegen der Beschilderung weiterhin viele Ortskundige die Straße als Ausweichstrecke beim Feierabendstau in die Stadt nutzten. Diese Situation hat sich seither wohl gebessert, doch vor Ort tut sich ein neues Thema auf.

Parkdruck lastet auf der kurzen Straße

Die Stadtverwaltung hat unlängst die Betonplatten, mit denen der Dorfbach entlang der Verbindungsstraße abgedeckt ist, mit mehreren Barken sperren lassen und Halteverbotsschilder aufgestellt, obgleich ein großer Parkdruck auf der kurzen Straße lastet, an der der Naturkostladen Kornblume liegt. Ursula Brombach, Inhaberin des Naturkostladens, erklärt, dass im Hof vor dem Geschäft fünf Stellplätze für ihre Kunden bereitstehen und auch Anwohner dort ihre Parkplätze haben. Allerdings werden vorne an der Straße saisonal Spargel und Erdbeeren oder Weihnachtsbäume verkauft, und die Kundschaft sowie Besucher nutzte bisher die Betonplatten zum Abstellen ihrer Fahrzeuge.

Jetzt stellen sie das Auto auf dem Grün ab

„Seit gesperrt ist, wird auf dem Grünstreifen und in der Zielgasse geparkt“, beobachtet Brombach. Wenn das Geschäft ganztags geöffnet hat, kommen im Schnitt 120 Kunden. Zu Stoßzeiten sind zehn Kunden gleichzeitig im Laden. Die Kornblume hat an sechs Tagen in der Woche geöffnet, viermal ganztags. Auch ihre Lieferanten brauchen Platz, viermal in der Woche kommt der Großhändler mit dem Lastwagen. Der Bäcker fährt täglich vor, zwei Mal in der Woche wird Biogemüse geliefert und einmal kommt der Eiermann. Da wird es eng zwischen gesperrtem Bach und parkenden Autos. Brombach hat von Plänen gehört, dass der abgedeckte Bach wieder geöffnet werden soll. „Das muss man aber so gestalten, dass die Autos noch aneinander vorbeikommen“, mahnt Brombach.

Landratsamt muss noch Stellung nehmen

Sprecher Rainer Vierbaum informierte im Ausschuss, dass die Betonplatten über dem Bachlauf als beschädigt gelten und die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet ist. Deswegen wurden die Absperrbarken aufgestellt. Laut der Tiefbauabteilung stehe noch eine Stellungnahme des Landratsamts aus, ob die Betonplatten erneuert werden sollen oder der Bach geöffnet werden soll. „Aus Naturschutzsicht wäre es natürlich schön, wenn der Bach offen verliefe, aber die Anwohner wünschen sich Betonplatten für Besucher und Kunden“, stellte Vierbaum fest. Das Gremium kam zu keinem Ergebnis, da noch nicht feststand, was die Erneuerung der Betonplatten oder die Renaturierung kosten würde.