Auf einem Grundstück an der Grienäckerstraße in Karsau wurde ein Bauantrag auf sechs Garagen gestellt. Diese Neubauten sollten sich nahtlos an zwei bereits bestehende Garagen angliedern. Die Pläne, die dem Ortschaftsrat bei der Sitzung am Dienstag vorlagen, wurden einstimmig abgelehnt. Unter anderem Grund hierfür – Ortsvorsteher Jürgen Räuber (SPD) hatte von dem Antrag nur über Dritte erfahren und die Pläne äußerst kurzfristig und nur auf Nachhaken hin auf den Tisch bekommen. „Das spricht schon für sich“, so Räuber.

Da der hintere Teil des Grundstückes noch abgetrennt werden soll, muss für die künftigen Besitzer eine Zufahrtsmöglichkeit gewährleistet sein. Diese fehlt bei der etwa 25 Meter langen Betonschlage und den bislang vorliegenden Plänen des Bauherren vollends. Auch optisch stießen die ersten Entwürfe auf keine Gegenliebe beim Ortschaftsrat. Um den Zugang zum hinteren Grundstück gewährleisten zu können, muss die Garagenschlange unterbrochen werden, so Stephan Runter (CDU) und Gaby Rüsch (SPD).

Rüsch fehlt wie allen anderen Sitzungsteilnehmern die Mitsprache durch die Anwohner. Ein vom Bauträger vorgeschlagener möglicher Zufahrtsweg, der den Garagenkoloss optisch allerdings nicht verbessert, wäre im Einmündungsbereich an der nördlichen Ecke des Grundstückes. „Hierbei wurde nicht bedacht, dass der Winkel derart spitz ist, zudem steil den Buckel rauf beziehungsweise runter geht, und dass dies keine befriedigende Lösung sein kann“, sagte Rutner.

Zudem stünde dann auch noch eine öffentliche Laterne im Weg. In der Sitzung kam man zum Entschluss, dass der Bauherr neue, realisierbare Pläne vorlegen möge, bei denen der Baukörper in zwei Blöcke unterteilt ist. Unter diesen Voraussetzungen wird man eine für alle Beteiligten zufriedenstellende und sich in das Ortsbild eingliedernde Lösung finden.