Nun ist es vorbei mit den – zumindest im Vergleich zu den meisten anderen Städten – paradiesischen Parkbedingungen in der Innenstadt. Im Zuge des Parkraumkonzepts haben Mitarbeiter der Verkehrsabteilung und der Technischen Dienste im Lauf der Woche 13 Parkscheinautomaten im Abstand von rund 150 Metern in der Parkzone 1 in der Innenstadt aufgestellt. In der Parkzone 1 gibt es 400 gebührenpflichtige Parkplätze, davon sind 264 kommunal.

Erneuert wurden jeweils zwei Automaten in den Tiefgaragen am Rathaus und am Metzgerareal. Zusammen mit dem Automaten am Bahnhof, der bereits im vergangenen Jahr erneuert wurde, stehen im Rheinfelden nun 18 Parkscheinautomaten. Da das Parken in der Innenstadt nach wie vor attraktiv bleiben soll, sind die Automaten mit einer „Brötchentaste“ versehen. Diese ermöglicht es, eine halbe Stunde kostenlos zu parken. Danach beträgt die Parkgebühr 50 Cent pro angefangene Stunde.

Auch Zahlen mit Karte möglich

Es kann auch mit EC-Karte gezahlt werden. Die Bewirtschaftung übernimmt eine Sicherheitsfirma. Sie leert die Geräte und zahlt die Einnahmen auf das Konto der Stadt ein. „Alle Automaten sind elektronisch erfasst, wir können als immer sehen, wo viel los ist, ob die Rollen leer sind oder ob es Vandalismus gibt“, erklärt Ordnungsamtsleiter Dominic Rago. Außerdem sind sie solarbetrieben und entsprechen auch ansonsten dem neusten Stand der Technik. Pro Automat habe die Stadt rund 5000 Euro ausgegeben.

Eine Woche Eingewöhnung

Das neue Parkraumkonzept ist ab sofort gültig, dennoch will die Verwaltung der Bürgern Zeit lassen, sich daran zu gewöhnen. In der ersten Woche gibt es noch keine Strafzettel, wenn jemand aus Gewohnheit die Parkscheibe statt eines Parkscheins hinter die Windschutzscheibe legt. Stattdessen verteilt die Stadt orangefarbene Info-Zettel, die die Autofahrer an die neue Regelung erinnern. „Das muss sich alles erst einspielen“, so Rago.

Der Gemeinderat hatte vor kurzen grünes Licht für das neue Parkraumkonzept gegeben, das die Gebühren aus dem Jahr 2003 für oberirdische Parkplätze und von 2007 für Tiefgaragen als nicht mehr zeitgemäß angesehen wurden. Ziel des neuen Konzepts ist es laut Oberbürgermeister Klaus Eberhardt vor allem, die Frequentierung der Innenstadt zu erhöhen.