Der Baubeginn für den neuen Rheinfelder Rheinsteg rückt wieder einen Schritt näher: Nach einem langwierigen Verfahren hat der Stadtrat an seiner Sitzung vom vergangenen Montag die Baubewilligung für den neuen Übergang für Fußgänger und Radfahrer erteilt. In diesem Zusammenhang musste er über die Einwendungen des BirdLife Aargau sowie von zwei Privatpersonen befinden.

BirdLife, der Verband der Aargauischen Natur- und Vogelschutzvereine, hatte eine Einwendung gemacht, weil er befürchtete, dass Vögel mit den Hängeseilen kollidieren könnten (die NFZ berichtete). „Dem Anliegen von BirdLife hat der Stadtrat Rechnung getragen“, erklärt Vizestadtschreiberin Christine Schibler. „Die vertikalen Hängeseile werden nun mit schwarz-weissen Metallwimpeln ausgerüstet.“ Dadurch sollen die Hindernisse für die Vögel besser sichtbar sein.

Die Einwendungen der beiden Privatpersonen hat der Stadtrat hingegen abgewiesen, soweit deren Anliegen nicht durch Auflagen in der Baubewilligung entsprochen werden konnte, führt Schibler weiter aus: „Diese Punkte betreffen etwa die Abwicklung der Baustelle oder etwa die Detailgestaltung des Verkehrsknotens.“

Die Baubewilligung ist also erteilt, doch sie ist noch nicht rechtskräftig. Gegen den Entscheid kann innert 30 Tagen beim Regierungsrat des Kantons Aargau Beschwerde geführt werden. „Die Beschwerdefrist müssen wir nun abwarten, bevor weitere Schritte eingeleitet werden können“, erklärt Schibler. Unter dem Vorbehalt einer allfälligen Beschwerde geht der Stadtrat aber weiterhin davon aus, dass der Baubeginn im kommenden Herbst/Winter erfolgen kann.

Der geplante neue Rheinübergang ist als Ersatz für den ehemaligen Kraftwerkssteg gedacht. Die beiden Rheinfelden teilen sich die Kosten für die Fussgängerbrücke. Für die Schweizer Seite sollen Kosten von rund 3,7 Millionen Franken entstehen. Nach Abzug der Beiträge von Bund und Kanton verbleiben rund 1,5 Millionen Franken für Rheinfelden/Schweiz. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich ein Jahr dauern. Wenn jetzt alles rund läuft, verbindet ab Ende 2019 ein neuer Übergang die beiden Rheinfelden.