Der Name Arnold Thoms steht für eine Haltung, die Stiftungsratsvorsitzender Rainer Liebenow als das „Außergewöhnliche“ nennt, was im Ehrenamt in Rheinfelden geschieht. Wie beispielhaft der 86-Jährige aus der Maurice-Sadorge-Straße in seinem Lebensumfeld agiert, machte Liebenow an mehreren eindrucksvollen Beispielen aus dem Alltag bei der Verleihung des Ehrenpreises mit Glasstele am Donnerstagabend deutlich.

Verdienste für das Gemeinwesen

Seit dem Jahr 2008 würdigt die Bürgerstiftung jährlich einzelne Personen für herausragende Verdienste für das Gemeinwesen. Im Jahr 2018 wurde Erich Blatter für seinen langjährigen Einsatz für die Städtepartnerschaft mit Neumarkt/Südtirol gewürdigt.

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In diesem Jahr zeichnete Liebenow in humorvoller und einfühlsamer Rede nach, wie Arnold Thoms sein uneigennütziges Engagement entwickelt hat. Dreh- und Angelpunkt bildet der Kinderspielplatz im Wohngebiet. Als Arnold Thoms vor langen Jahren bemerkte, dass es dort so Liebenow häufig „wie auf dem Schlachtfeld“ aussieht, hat Thoms bei der Stadt nach Eimer und Greifzange gefragt, in der Absicht, als Bürger für Ordnung zu sorgen. Erst war er nur Samstagmorgen unterwegs, dann öfter. Thoms persönliches Schlüsselerlebnis, das Liebenow in der Feierstunde erzählte, machte auch deutlich, nach welchem Leitsatz Thoms handelt: Frage nicht, was der Staat für dich tun kann, sondern du für ihn.

Saubermachen mit viel Humor

Den Fund von 23 Flaschen Schnaps hat der umsichtige Bürger deshalb durchaus freundlich kommentiert mit den Worten: Es sei schon klar, dass man nach diesem Konsum nicht auch noch aufräumen könne, sondern froh sein müsse, „noch den Heimweg zu finden“. Auf jeden Fall hat er nicht nachgelassen im Bemühen, Kindern einen sauberen Spielplatz zu bieten aus der Erfahrung heraus, das zu Müll immer noch mehr Müll hinzukommt.

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Dass der Preisträger dabei keineswegs auf die Stadt zeigt, sondern selbst aktiv wird, bezeichnete Liebenow als „beispielhaft“. Ein Motivationsschlüssel hat der Stiftungsratsvorsitzende auch entdeckt: Als Thoms 1957 nach Rheinfelden kam, hat er beschlossen „das wird meine Heimat“. Und weil er die Stadt lieben gelernt habe, wolle er ihr etwas zurückgeben. Dass dies den Senior, der sich für diese Aufgabe und weitere Projekte wie dem Bau eines großen Insektenhotels im Stadtgärtle engagiert, fit hält, wurde im Dietschy-Saal erfreut zur Kenntnis genommen.

Seine besondere Wertschätzung drückte bei der Verleihung im Namen der Stadt auch OB Klaus Eberhardt aus. Er würdigte das „selbstlose Engagement“ Thoms für den Spielplatz, mit dem auch gezeigt werde, dass die Grünflächen wert geschätzt werden.

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