Rheinfelden AfD-Wahlkampfauftritt in Rheinfelden hinterlässt kostspielige Spuren

Unbekannte beschmieren am Wochenenden die Rathausfassade mit Parolen und verursachen Kosten in Höhe von 10.000 Euro. Die Polizei ermittelt.

Der AfD-Wahlkampfauftritt hat für die Stadt ein teures Nachspiel: In der Nacht von Freitag auf Samstag besprühten unbekannte Täter den kompletten Nordeingang des Rathauses am Kirchplatz mit politisch motivierten Graffiti und Parolen. Die Polizei schreibt in ihrer Mitteilung, dass diese im Zusammenhang mit der Wahlkampfveranstaltung der AfD am Samstag in Rheinfelden stünden.

Durch die Schmierereien wurde demnach ein Schaden in Höhe von etwa 10.000 Euro angerichtet. „Diese Schätzung haben wir von einem Hausmeister bekommen“, sagt Polizeisprecher Dietmar Ernst auf Nachfrage. Das Polizeirevier hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise unter 07623/740 40. Ob die Schmierereien tatsächlich von Anhängern der Antifa verursacht wurden, steht nicht fest. Von deren Aufmarsch am Rathauseingang hat Annette Lohmann, die die Kundgebung in der Müßmattstraße federführend organisiert hat, wenig mitbekommen. „Ab und zu habe ich sie skandieren hören“, so Lohmann, die sich am Montag zufrieden und ein bisschen geschafft zeigt. „Mir hat das sehr viel Spaß gemacht und Gott sei Dank hat alles gut geklappt.“ Die Redebeiträge seien sehr gut gewesen, auch die Mischung aus Musik und Gedichten habe gut gepasst.

„Ich finde es auch wirklich toll, dass sich so viele Leute im Vorfeld beteiligt und Aktionen auf die Beine gestellt haben“, sagt Lohmann. Von vielen habe sie seither positive Rückmeldungen bekommen. Auch der Zulauf zur Kundgebung sei gut gewesen. „Es war ein ständiges Kommen und Gehen, aber ich schätze, dass alles in allem 400 Leute da waren.“ Für die Zukunft wünscht sich Lohmann, dass solch eine Kundgebung gegen rechte Agitation nicht jedes Jahr sein muss.

Gleichwohl kann sie sich vorstellen, mit dem Aktionsbündnis auch ohne konkreten Anlass weiterzuarbeiten. Es sei wichtig zu zeigen, dass Politik Spaß machen kann und nicht etwas ist, „wovor man ausreißt“. Daher denke sie durchaus über die Organisation eines Festes oder einer kulturellen Veranstaltung nach. „Wir müssen versuchen, die Menschen wieder auf Politik einzustimmen.“ Insbesondere auch die jüngere Generation. „Ich habe mit einem Mann gesprochen, der kurz in den Bürgersaal gegangen ist. Er hat berichtet, dass erschreckend viele Jugendliche dort gewesen seien“, so Lohmann am Montag gegenüber der Zeitung. Einen Anfang hat Vanessa Edmeier mit ihrer Infothek für Jugendliche am Cityfest bereits gemacht.

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