„Einsatztechnisch war es mit 17 Einsätzen ein durchschnittliches Jahr, da wir von größeren Unwetterlagen verschont geblieben sind“, so Abteilungskommandant Urs Willi Mangold von der Feuerwehrabteilung Herten in seinem Bericht an der jüngsten Hauptversammlung. Dennoch wurden 147 Stunden für diese Einsätze aufgewandt. Der erste war auch gleich an Neujahr um 0.39 Uhr ein brennender Mülleimer. Der größte war sicherlich der Dachstuhlbrand im Blockheizkraftwerk des St. Josefshauses, wo die Rettungskräfte noch rechtzeitig durch die Brandmeldeanlage alarmiert wurden und somit Schlimmeres verhindern konnten.

Ansonsten sind auch in Herten immer mehr technische Hilfeleistungen zu verzeichnen. Dennoch gab es ausbildungstechnisch aber auch mit der Renovierung des Gerätehauses mit viel Eigenleistung und kameradschaftlichen Anlässen immer etwas zu tun. Insgesamt wurden so 4662 Stunden Dienst geleistet. Ein großes Problem ist allerdings die Verfügbarkeit während den Arbeitszeiten: „Wir sind tagsüber nicht mehr in der Lage, das Fahrzeug vollzubekommen, da wir keine einzige Person haben, die im Ort arbeitet“, berichtet Mangold.

Zum Glück leisten zehn Mitglieder aus anderen Abteilungen und Wehren tagsüber ihren Dienst in Herten und rücken im Alarmfall mit aus. Jugendwartin Saskia Müller konnte von 28 Anlässe berichten, bei denen den Jugendlichen Feuerwehrtechnik und Fahrzeugkunde vermittelt wurden, aber auch das Spielerische nicht zu kurz kam. Weiter gab es ein Wochenende am Tunisee, verschiedene Spielläufe und ein Indiakaturnier, bei dem die Abteilung den ersten Platz belegte. Zukünftig finden die Proben gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr Degerfeldenm statt.

Kurt Hamacher, Obmann der Altersabteilung, konnte von vielen Aktivitäten der Senioren berichten, etwa der Besichtigung des Kraftwerks Augst mit einem Besuch der Augster Feuerwehr. Kassierer Timo Kolb konnte einen ausgeglichenen Kassenstand vorlegen. Angesprochen wurde hier auch die Problematik der zukünftigen Besteuerung, die für die Kassierer einen erheblichen Mehraufwand verursachen dürften. Die Abteilung hofft auf Unterstützung der Stadt. „Die Gemeinschaft in der Feuerwehr Herten stimmt und die Kameradschaft lebt, da hatten wir auch schon andere Zeiten“, lobte Ortsvorsteherin Sabine Hartmann-Müller und dankte den Mitgliedern der Feuerwehr für ihr Engagement.