• Suchen und Finden: „Das habe ich schon vorher gewusst“, verkündete die neunjährige Isabella vor der Kletterwand an der Scheffelschule. Aufgabe war es gewesen, den nicht lebendigen Baum bei der Schule zu suchen und hoch zu klettern. Dieser Baum ist unter die Klettergriffe an die Wand gemalt. Isabella und ihre siebenjährige Schwester Melissa klettern rasch die Wand hoch, da für die Adventure Tour an jeder Station ein Beweisfoto gemacht werden muss. Dann gilt es das Rätsel zu lösen, wo die nächste Station der Schnitzeljagd durch Herten liegt. Mit einer Chiffrierscheibe lässt sich der Buchstabensalat auf dem Hinweisbogen in einen klaren Satz umwandeln, wenn die richtige Anzahl an Nestern im Baum für die klassische Caesar-Verschlüsselung zu Grunde gelegt wird. Isabella notiert: „Bei der Halfpipe kann man gut Skateboard fahren.“
Familientag zum Abschluss der Woche der Bewegung.
Familientag zum Abschluss der Woche der Bewegung. | Bild: Horatio Gollin
  • Rätseln und Laufen: Die Halfpipe ist die dritte Station auf der Adventure Tour des Turn- und Sportvereins TuS Freiheit Herten, die dieser anlässlich seines Familientags anbietet. Von der TuS-Halle geht es über Scheffelschule und Halfpipe weiter zum Bahnhof, einem Blumengeschäft und der Brücke über den Mattenbach. Stationen der Schnitzeljagd liegen am Friedhof, am Kindergarten St. Urban und der gleichnamigen Kirche. Die letzte Station ist an der Halle des Sankt Josefshaus, von wo es wieder zurück zum Fest an der TuS-Halle geht. Die Adventure Tour durchs Dorf dauert rund eineinhalb Stunden, zweieinhalb Stunden die längere Tour durch den Wald, erklärte Bianca Schrader vom TuS.
  • Turnbeutel und Popcorn: Am frühen Nachmittag hatten sich zehn Gruppen für die kurze Tour angemeldet, für die lange Strecke nur drei. Schrader schätzte, das es bis dahin etwa 50 Teilnehmer waren. Anhand der Beweisfotos wird ausgewertet, ob alle Rätsel an den Stationen richtig gelöst wurden. Bei der Siegerehrung winkten den Siegerteams Gutscheine für Fotoshootings, Kinogutscheine und Trostpreise. Alle Kinder bekamen einen Turnbeutel und die erwachsenen Teilnehmer Trinkflaschen. Eine Gruppe Wyhlener machte die kleine Runde, um das Dorf besser kennen zu lernen. Sie gehörten zum Turnerbund (TB) Wyhlen, der bei der Gründung des TuS Herten vor 100 Jahren der Patenverein war. Zum Familienfest sind Helfer vom TB mitsamt ihrer Popcornmaschine gekommen.
  • Eine Woche der Bewegung: Um sein 100-jähriges Bestehen mit der Öffentlichkeit zu feiern, hatte der TuS zur Woche der Bewegung eingeladen und an fünf Tagen blieb die Halle für alle Interessierten offen. Vorsitzender Jean-Pierre Roschman zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden, da es gelungen war, die Leute damit gezielt anzusprechen. Kindergruppen und Jedermänner hätten neue Mitglieder gewonnen, nur bei den älteren Hertenern hatte es wenig Interesse ausgelöst. Mit dem Familientag beendete der TuS die Woche der Bewegung festlich.
  • Helfen und Hocken: Seit dem Vormittag herrschte beim Familientag Trubel. „Manche waren mit ihren Kindern schon da, sind für den Mittagsschlaf wieder heimgegangen und dann wiedergekommen“, freute sich Roschman. Mit Auftritten der Tanzgruppen und einem Konzert des Jugendorchester des Musikvereins Herten war auch für Unterhaltung für die erwachsenen Besucher gesorgt, die bei Hotdogs und Pommes, Waffeln und Kuchen vor der Halle verweilten. Nach der Siegerehrung klang der Familientag in einem gemütlichen Abschlusshock aus.