Etwa 85 000 Kinder und Jugendliche beteiligen sich seit Donnerstagabend bundesweit an der 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDJK). 16 von ihnen kommen aus Rheinfelden und Grenzach-Wyhlen und sind Teil der Ministrantengruppe der katholischen Seelsorgeeinheit Rheinfelden. Gemeinsam mit dem Verein Badische Jäger Lörrach setzen sie bis Sonntag Projekte zum Naturschutz im Wald bei Nordschwaben um.

Stützpunkt ist bei der Jagdhütte

Einige Schritte vom Waldparkplatz Fuchslöcherweg entfernt, bei einer hinter Bäumen versteckten Jagdhütte, haben die 16 Jugendlichen ihren Stützpunkt errichtet. Ein paar Meter weiter, auf einer Wiese, hebt die zwölfjährige Emily kleine Löcher aus, in die ihre Freundinnen Sträucher wie Weißdorn und Schlehe setzen. „Die sind gut für Insekten und auch für Vögel“, erklärt Christine Spickermann, Jugendbeauftragte der Badischen Jäger. Sie hat das Naturschutzprojekt konzipiert und sich damit beim Dekanatsjugendbüro Wiesental in Lörrach für die 72-Stunden-Aktion beworben, bei der innerhalb von drei Tagen soziale Projekte umgesetzt werden. Zusammen mit der Rheinfelder Pastoralreferentin Simone Zimmermann leitet sie die Jugendlichen im Wald an. Am Samstag packt auch Vikar Holger Cerff mit an.

Julian schraubt Nistkästen zusammen

Julian (12) kann gut mit dem Akkuschrauber umgehen und hat sich darum gemeldet, Nistkästen zusammenzuschrauben. Der ein Jahr ältere Louis hat Spaß am Gärtnern und hilft darum bei der Biotoppflege mit. Hinter der Jagdhütte hat er mit weiteren Helfern Steine an einem Hang abgetragen, um am Samstag eine Trockenmauer für Eidechsen anzulegen.Einige Mädchen sind losgezogen, um Kiefern- und Lerchenzapfen als Einlage für das XXL-Insektenhotel zu sammeln.

Noch bis Sonntag werden er und seine Freunde tatkräftig im Wald zu Gange sein, jeden Tag von neun bis 17 Uhr, am Sonntag bis 17.07. Denn genau 72 Stunden zuvor, am Donnerstagabend, haben sie mit fünf weiteren Gruppen aus dem Dekanat Wiesental beim Alten Markt in Lörrach erfahren, an was für einem Projekt sie arbeiten werden.