Erneut erfolgreich bei der Akquise von Fördermitteln des Landes war die Stabsstelle Integration und Flüchtlinge. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, erhält die Stadt rund 60.000 Euro aus dem Programm „Integration vor Ort – Stärkung kommunaler Strukturen“ des baden-württembergischen Ministeriums für Soziales und Integration und kann damit an das städtische Konzept für Integration und Teilhabe anknüpfen.

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Die Stabsstelle konnte sich mit ihrem Projektantrag vor der Jury des Förderprogramms „Integration vor Ort – Stärkung kommunaler Strukturen“ durchsetzen. Dario Rago, der Leiter der Stabsstelle, freut sich über den Zuschlag, zumal das Geld bis 2023 bereit steht und so die Durchführung des Projektes, aller Voraussicht nach, nicht durch die Corona-Pandemie beeinträchtigt sein wird.

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Das Projekt schließt thematisch an das Rheinfelder Konzept für Integration und Teilhabe und das daraus hervorgegangene „Werte-Jahr 2020/21“ an. „Die Beschäftigung mit Demokratie und Meinungsbildung haben sowohl im genannten Konzept als auch im Rahmen des Werte-Jahres bereits einen hohen Stellenwert eingenommen, so dass das nun geplante Projekt „Demokratische Verantwortung stärken“ diesen Pfad weiter beschreiten soll“, schreibt Bürgermeisterin Diana Stöcker. Die Förderzusage zeige einmal mehr, dass die in Rheinfelden im Bereich Integration und Teilhabe gesetzten Akzente Anklang auf Landesebene fänden.

Das geförderte Projekt versteht Integration umfassender und folgt damit der bisherigen Integrationsstrategie vor Ort. So sollen neben Geflüchteten auch Einwohnerinnen und Einwohner mit und ohne Migrationshintergrund mit dem Projekt erreicht werden. Ziel ist es, sich mit demokratischen Prozessen auseinanderzusetzen und im Dialog verschiedene Perspektiven einzunehmen. In Workshops und Diskussionsformaten soll demokratische Verantwortung reflektiert und erlebbar gemacht werden.

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„Wir haben uns ganz bewusst entschieden, politische Mitgestaltung in den Vordergrund zu stellen, weil wir darin ein gesellschaftlich hochrelevantes Thema sehen, welches Menschen mit verschiedensten Hintergründen, letztlich uns alle, betrifft und sicherlich maßgeblich für ein funktionierendes gesellschaftliches Miteinander ist“, erklärt Dario Rago.

Das Projekt ist erneut partizipativ gestaltet und soll den Blick auf demokratische Verantwortung lenken und Impulse geben, sich zu engagieren. Ziel ist es letztlich, demokratische Verantwortung in der Stadtgesellschaft zu stärken. Mit im Boot bei der Umsetzung ist das Freie Theater Tempus fugit. „Wir sind sehr froh, dass wir Tempus fugit als Partner gewinnen konnten“, betont Bürgermeisterin Diana Stöcker. Tempus fugit hat große Erfahrung mit der Durchführung partizipativer Projekte im Bereich der Demokratieförderung und Integration. Durch ungewöhnliche und niederschwellige Formate gelingt es Tempus fugit immer wieder, viele unterschiedliche Personen einzubinden.

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Ab April werden die Projektpartner zivilgesellschaftliche Akteure zum Projekt einladen. Mit Workshops und weiteren Formate rechnet Dario Rago erst im Frühsommer, wenn sich die Lage bis dahin entspannt hat. Auch Online-Formate können genutzt werden.