Die zweite Lokale Impfaktion fand am Sonntag im Gemeindesaal St. Josef in Rheinfelden statt. Insgesamt 600 Personen erhielten dabei die erste oder zweite Impfung gegen das Coronavirus. Quartiersmanager Günther Schmidt spricht von Traumwerten. Erstmals hatten dabei auch Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene die Möglichkeit, sich mit dem Impfstoff der Firma Biontech impfen zu lassen. Unter den 600 Geimpften waren 20 Jugendliche und erstmals auch 50 Kinder ab zwölf Jahren. 330 Frauen und Männer erhielten die Zweitimpfung, für 270 Personen war es die Erstimpfung. Die Koordination lag in den Händen des Kreisimpfzentrums, Günther Schmidt und Christine Tortomasi von der Quartiersarbeit hielten die Fäden zusammen.

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Ihnen zur Seite stand ein sechsköpfiges Ärzteteam mit fünf Fachärzten und einem Kinderarzt. Das medizinische Personal stellte die Sozialstation. Mit von der Partie waren außerdem Helfer aus sozialen Einrichtungen wie Quartiersarbeit, Rheinbildungszentrum, Christlich Islamischer Verein, Integrationsmanagement und Integrationslotsen, Wohnungslosenhilfe, Katholische Kirchengemeinde, Runder Tisch mitgemischt, Stadtverwaltung Rheinfelden mit Seniorenbüro, Ordnungsamt, Technische Dienste und THW.

„Rheinfelden hält zusammen. Es war ein Gemeinschaftswerk von vielen sozialen Einrichtungen in Rheinfelden“, freut sich Günther Schmidt. Seine Bilanz: „Alle zusammen waren wir ein gewaltig tolles Team. Und wir haben viele Menschen erreicht“. Punkt 9 Uhr konnten all jene, die einen Zweittermin vereinbart hatten, geimpft werden.

Das offene Impfen begann offiziell erst ab 16 Uhr, viele waren aber schon um 14 Uhr da. So bildeten sich bis zum Schluss lange Warteschlangen. Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes hatten alles bestens im Griff, per Reißverschlussverfahren ging es für Impfwillige mit und ohne Termin vorwärts. Auch die Parksituation wurde gemeistert, zusätzliche Parkplätze auf dem Hof der Schillerschule standen zur Verfügung. Um 17 Uhr wurde die Impfstraße geschlossen, um 19.45 Uhr verließ der letzte Impfwillige den Saal.

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Harald Dörr vom mobilen Impfzentrum übernahm die Aufklärung und Beratung der Impfwilligen. „Die Leute waren froh, dass sie sich unkompliziert impfen lassen konnten. Einzig die lange Wartezeit wurde bemängelt“, so Dörr. „Die meisten hatten keine großen Fragen. Eltern und Kinder hatten das Thema sehr verantwortlich bereits in der Familie diskutiert.“ Viele Kinder hätten sich aus einem sozialem Verantwortungsgefühl heraus impfen lassen. Der 17-jährige Marlon: „Es war meine freiwillige Entscheidung, mich impfen zu lassen. Ich sehe darin auch den Vorteil, jetzt viel mehr machen zu können. Man hat mehr Freiheiten.“ Der 14-jährige Levin ist derselben Ansicht. Gemeinsam mit ihren Eltern gingen die beiden am Sonntag zum Impfen.

Eine Mutter begleitete ihren Sohn, der sich für eine Impfung entschieden hatte, weil er Angst hatte, sich mit dem Coronavirus anzustecken. Bezüglich der Impfung sagte der 14-Jährige: „Ich habe keine Angst vor irgendwelchen Folgen.“ Seine Mutter ergänzte: „Wir haben uns ausgiebig informiert.“