Ein sonniges Kürbissuppenfest lockte am Samstag alle Generationen in das Stadtgärtle in der Karl-Metzgergrube. Die „Gärtner“, der Gärtnermeister und Leiter des Stadtgärtles, Joachim Schlageter und verschiedene Einrichtungen, kreierten ein buntes Programm mit Führungen, Gärtnern, Bastel- und Spielangebot und kulinarischen Genüssen. Und: Das Glück des Tüchtigen hatten die Macher dieser fünften Auflage für sich gepachtet. Begleitet vom goldenen Oktoberwetter und warmen Temperaturen zog die Veranstaltung in freier Natur viele Besucher an.

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„Es sieht von Jahr zu Jahr schöner aus. Diese wunderbaren Gärten sind eine Augenweide“, stellte Oberbürgermeister Klaus Eberhardt fest. Nicht nur optisch sondern auch Multi-Kulti sind die Gärten nach seiner Ansicht eine Besonderheit. Und dass die Idee der Partizipation funktioniert, zeigt sich in der heutigen Gestaltung des Stadtgärtles mit der Einbindung von Kindern des Kindergarten St. Michael und das Gärtnern mit Schülern der Karl-Rolfus-Schule des St. Josesfhauses sowie dem Projekt Gärten für Geflüchtete.

Einladung zum Mitgärtnern

„Wir wollen für das Gärtnern in der Metzgergrube werben, Hochbeete sind eine Einladung und Aufforderung, sie sind eine Erfolgsgeschichte. Es können noch viel mehr werden. Hier in Rheinfelden ist eine gute Gemeinschaft, das ist Rheinfelden“, so das Stadtoberhaupt.

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Das bestätigte Joachim Schlageter: „Alle Gäste fühlen sich wohl im Stadtgärtle und es besteht eine sehr gute Kooperation mit der Stadt.“ Ganz laut, so dass es auch die Helfer ganz hinten im Stadtgärtle hören konnten, rief Schlageter: „Danke an alle, dass ihr mithelft.“

Das Stadtgärtle ist im Laufe der Jahre im wahrsten Sinne des Wortes „explodiert“. Es ist aktuell einen halben Hektar groß, dazwischen sind noch Plätze fürs Gärtnern frei. In dem abgesteckten Rahmen sind 28 Hochbeete aus Dachziegeln und Holz sowie Grundrahmenbeete aufgebaut, 50 Personen sind aktiv als Gärtner angemeldet. „Es ist ein Paradies, ich ernte das Gemüse und koche daheim wunderbare Gerichte“, beschreibt eine Frau aus Kurdistan.

Viele Akteuere machen etwas Schönes

Paul, ein Mann aus dem schweizerischen Rheinfelden, bewirtschaftet mit seiner Freundin von Badischer Seite den „Hilde-Garten“ und den „Schlangenkopf“. Von der Lörracher Gruppe „fairnetzt“ sind Hartmut Schäfer und Isabell Schäfer-Neudeck nach Rheinfelden gekommen, um viele Ideen mit nach Hause zu nehmen. „Ein grandioser Garten. Hier funktionieren Soziales und Ökologisches zusammen plus die Beteiligung der Stadt. Wenn die Akteure zusammenspielen kann wirklich etwas schönes draus werden“, so Schäfer.

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Alle Gäste fühlten sich wohl im Stadtgärtle. Ein leckerer Höhepunkt waren die Kürbissuppe – erstmals organisiert von Pro Rheinfelden und den Stadtführerinnen, gekocht im St. Josefshaus -, die Grillwürste, die frisch gebackenen Focaccias und der Gemüseeintropf. Daneben war noch genügend Zeit, sich den Garten ganz genau anzusehen und ein Schwätzchen zu halten.