Die Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehren werden umfangreicher und komplexer, doch der Einsatz der Wehrleute bei der Tagesalarmbereitschaft wird immer schwieriger. Dies hängt einerseits damit zusammen, dass aufgrund beruflicher Verpflichtungen viele Aktive nicht mehr vor Ort sein können, andererseits aber auch Arbeitgeber nicht mehr bereit sind, tagsüber Feuerwehrleute für Einsätze freizustellen. Diese Entwicklung bestimmte auch die Jahreshauptversammlung der Abteilung Herten.

Mit einem Gesamtaufwand von 3408 Stunden im Jahr 2015 – 2014 waren es noch 2870 Stunden – war die Abteilung Herten auch im vergangenen Jahr eine tragende Stütze zur Sicherheit der Bürger. Hinzu kam eine breit gefächerte Vernetzung mit den örtlichen Vereinen mit Hilfeleistungen der Wehr, die neben den eigentlichen Aufgaben zu bewältigen waren. Abteilungskommandant Urs Willi Mangold sagte dazu, dass man zwar noch alle Dienstleistungen erbringen könne, das Gewinnen aktiver Feuerwehrleute gestalte sich indes immer schwieriger.

Bei den Einsätzen verwies er darauf, dass vor allem im Juni durch starke Regenfälle mehr zu bewältigen gewesen war. Zu den 47 Einsätzen zählte er Brände genauso wie technische Hilfeleistungen. Hinzu kamen Einsätze, die durch defekte oder verschmutzte Brandmeldeanlagen verursacht worden sind. Der Abteilungskommandant wies darauf hin, dass oftmals die Feuerwehr gerufen worden sei, obwohl zum Beispiel bei Kleinbränden der Einsatz eines Eimers Wasser genügt hätte.

Das hohe Leistungsniveau der Hertener Wehr spiegelte sich in den Berichten über die Proben und das Ausbildungsengagement wider. Als sehr erfolgreich bezeichnete Abteilungskommandant Urs Willi Mangold die gemeinsame Alarmübung mit allen Abteilungen der Rheinfelder Feuerwehr am Hagenbacher Hof sowie den grenzüberschreitenden Atemschutzpokal, der in Herten stattfand. Eine sehr positive Bilanz zogen auch die Vertreter der Jugendfeuerwehr mit Saskia Müller und Denise Rietschle. Beide lobten das gute kameradschaftliche Verhältnis zu den Aktiven und berichteten von ihrer Ausbildung, aber auch von den vielen Freizeitaktivitäten.

„Unter dem Stichwort „Aktiv auf Achse“ berichtete Kurt Hamacher für die Altersmannschaft. Auch er lobte den guten Zusammenhalt und skizzierte ein breit gefächertes Programm, das die Altersmannschaft im vergangenen Jahr absolvierte.

Dank für die geleistete Arbeit richteten Ortsvorsteherin Sabine Hartmann-Müller sowie Stadtkommandant Dietmar Müller an die Abteilung Herten. Dietmar Müller erinnerte daran, dass es immer schwieriger werde vor allem tagsüber „genügend Leute auf die Feuerwehrfahrzeuge zu bringen.“ Dies betreffe vor allem auch die ländlichen Ortsteile der Stadt. Es sei daher umso dringlicher, dass trotz einiger Einwände das zentrale Feuerwehrhaus in Rheinfelden Wirklichkeit wird.

Helmut Wolpensinger überreichte für die CDU einen Scheck über 500 Euro. Das Geld stammt aus dem Erlös des Fährifestes.

Für die Wehr aus Kaiseraugst lobte Oliver Jucker die gute grenzüberschreitende Zusammenarbeit.

Feuerwehr Herten: Mitglieder: 24 Aktive, 21 Altersmannschaft, acht Jungfeuerwehrleute.Wahlen: Jonas Blackwell, Kassenprüfer.Kontakt: Abteilungskommandant Urs Willi Mangold, Telefon 0152/22 70 67 72.

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