Es ist ein beeindruckendes Ergebnis, das die Radfahrenden aus Rheinfelden in diesem Jahr zusammen erstrampelt haben: Mehr als 130.000 Kilometer legten die 404 aktiven Radler in drei Wochen zurück. Im vergangenen Jahr waren es mit 461 mehr Radelnde, die rund 110.000 Kilometer gefahren sind.

Die dreifache Erdumrundung von 120.000 Kilometern ist schließlich doch geglückt: Insgesamt 134.904 Kilometer wurden vom 7. bis 27. August von 404 aktiven Radlerinnen und Radlern zurückgelegt. Das Stadtradeln in Rheinfelden erzielte somit ein neues Rekordergebnis, schreibt die Verwaltung auf Nachfrage. Nach gut 30.000 Kilometern im Jahr 2017 hatte sich die Stadt bis 2019 auf gut 120.000 Kilometer gesteigert, während 2020 das Ergebnis mit gut 110 .000 Kilometern wieder etwas schlechter ausfiel.

Durchschnittlich wurden von den Radelnden in diesem Jahr pro Kopf 334 Kilometer erradelt. Etwas eingeknickt ist die Statistik bei der Anzahl der Teilnehmenden: Nachdem seit 2017 jedes Jahr mehr Menschen am Stadtradeln in Rheinfelden teilgenommen haben, waren es dieses Jahr 57 Radelnde weniger als 2020. 51 Prozent der Teilnehmenden waren laut der Statistik von Stadtradeln weiblich, im Durchschnitt waren sie 46 Jahre alt. Insgesamt 30 Teams hatten sich angemeldet.

Auch die Einsparungen des Kohlenstoffdioxids misst das Programm des Stadtradelns, indem es die zurückgelegten Strecken mit dem durchschnittlichen Verbrauch eines Autos vergleicht. Knapp 20 Tonnen Kohlenstoffdioxid wurden so von den Rheinfelder Radlern eingespart.

„Ein spitzenmäßiges Ergebnis und eine super Leistung jedes Einzelnen“, freut sich Oberbürgermeister Klaus Eberhardt und dankt allen Radelnden für ihr vorbildliches Verhalten, ihren sportlichen Ehrgeiz und ihren Einsatz fürs Radfahren und fürs Klima. Er betont: „Das Stadtradeln ist mehr als ein Wettbewerb. Es ist eine Aktion, die das Fahrrad als alternatives Verkehrsmittel in den Fokus und damit ins Bewusstsein rückt.“

Das mitgliederstärkste Team stellte erneut die Skizunft Rheinfelden mit 108 Radelnden, gefolgt vom Radsportverein (RSV) Rheinfelden mit 60 Radelnden. Die meisten Kilometer legte in einem spannenden Kopf-an-Kopf Rennen am Ende der RSV mit 36 953 Kilometern zurück, der 2020 den dritten Platz belegte. Ein Ergebnis, dem sich die Skizunft, im vergangenen Jahr die Gewinnerin, mit 35 285 Kilometern knapp geschlagen geben musste. Auf Rang drei schaffte es das Team des St. Josefshauses mit 42 Mitgliedern und 11 343 Kilometern, das im vergangenen Jahr noch auf dem zweiten Platz landete. Bei den pro Kopf geradelten Kilometern liegt ebenfalls das Team des RSV mit mehr als 630 Kilometern vorne und verwies die evangelische Chrischona Gemeinde mit 591 Kilometern und die IG Velo mit 494 Kilometern auf die Plätze.

Beim Stadtradeln können die Teilnehmenden auch Probleme mit den Wegen melden. Insgesamt 63 solcher Meldungen sind im Zähler für Rheinfelden notiert, allerdings stammen diese auch aus den Vorjahren. Die Schadensmeldungen werden begutachtet, erklärt Radverkehrsbeauftragter Patrick Nacke auf Nachfrage, die Ursache wird gesucht und an das zuständige Amt weitergeleitet. „Kleinere akute Schäden werden von den Technischen Diensten sofort behoben.“

Unter den sieben als erledigt markierten Meldungen sind auf den Radweg wuchernde Hecken an der B 34 in Beuggen und der L 139 bei Niedereichsel, ein verdrehtes Schild bei Beuggen und verunreinigte Radwege in Nordschwaben und der Innenstadt. Weiter in Bearbeitung sind etwa ungeeignete Abstellanlagen, zu hohe Bordsteine oder schlecht sichtbare Markierungen auf der Fahrbahn. „Dort, wo grundsätzlich die Verkehrslage neu beurteilt werden muss, leiten wir die Meldung an das Amt weiter“, so Nacke. Oft bezögen sich die Meldungen auf langfristige Projekte wie den Radweg zwischen Adelhausen und Maulburg. „Das sind Prozesse, die mehrere Jahre dauern, da nehmen wir die Meldung dann solange auch nicht raus.“

Eine Ehrung der besten Teams und Radelnden ist für Ende Oktober geplant. Zu diesem Zeitpunkt wird dann auch das bundesweite Abschneiden Rheinfeldens feststehen.