Mit einem Festakt eröffnete das Familienzentrum das Festwochenende zum 25-jährigen Bestehen. „Im Frühjahr 1994 haben sich drei Mütter auf den Weg gemacht, ein Mütterzentrum aufzubauen“, sagte Oberbürgermeister Klaus Eberhardt. Angestrebt war ein offener Treff, an dem Mütter mit ihren Kindern willkommen sind. „Das Familienzentrum ist heute ein Treffpunkt aller Generationen und ein Ort für lebenslanges Lernen geworden.“

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Improvisation und ehrenamtliches Engagement

Das Familienzentrum ist ein eingetragener Verein, gegründet im Herbst 1994. Mit viel Improvisation und großem ehrenamtlichen Engagement wurde ein Weg gesucht, der Isolation von Zugezogenen entgegen zu wirken. Ziel war eine niederschwellige Möglichkeit, um ein lebenswertes Leben in einer neuer Umgebung aufzubauen.

Großer Umbruch im Lauf der Zeit

Als Moderator der Feier interviewte Rolf Steinegger, Caritas-Geschäftsführer, sechs Menschen, die sich damals oder heute im Familienzentrum engagieren. Karin Paulsen-Zehnke und Ulrike Maunz berichteten über ihre aktive Zeit. „Ich war im achten Monat schwanger und kannte niemanden, als ich hierher kam. Ich war aber sehr schüchtern und habe erst einmal das Familienzentrum mehrfach umkreist, bevor ich hinein gegangen bin zum Kaffee trinken“, berichtete Maunz lachend. Das war vor 17 Jahren. Sie erzählte dem großen Publikum, wie sie gewachsen ist mit den Aufgaben, die sie übernommen hatte. Sie berichtete auch von dem großen Umbruch innerhalb des Vereins.

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Entscheidungsprozess zur Professionalität

In den ersten Jahren haben sich viele Menschen eingebracht, und durch deren großes ehrenamtliches Engagement wurden die zahlreichen Angebote für Familien möglich. „Vor zwölf, 13 Jahren haben wir gesehen: Wir müssen neue Wege finden“, so Maunz. Der Entscheidungsprozess in Richtung Professionalität habe viele Stunden, viele Gespräche gekostet.

250 bis 320 Besucher jede Woche

Heute arbeiten zehn Angestellte in Teilzeit, sieben Mitarbeiter mit Minijob, 20 Mitarbeiter mit Übungsleitervertrag und 14 ehrenamtliche Helfer. „Es ist, wenn Sie es so wollen, eine kleine Firma“, befand der OB. Die wöchentliche Besucherzahl liegt bei 250 bis 320 Menschen. Monatlich besuchen 70 bis 150 Personen die Kooperationsangebote, die Kurse und offene Treffs. Im Minikindergarten fühlen sich 20 Kinder wohl. 38 Tagesmütter mit 124 Kindern werden vom Fachdienst Kindertagespflege betreut.

Viele Städte folgen dem Rheinfelder Vorbild

Teil der Feier waren auch Cornelia Rösner und Josef Gyuricza. Als Leiter der Sozialabteilungen in Rheinfelden sowie Grenzach-Wyhlen (Rösner ist bereits im Ruhestand, Gyuricza wird kommenden Freitag verabschiedet) begleiteten sie den Prozess. Heute sei Rheinfelden ein Modellprojekt, das von vielen Städten übernommen worden sei.

Familientreff in Wyhlen gibt es seit fünf Jahren

Vor fünf Jahren eröffnete dann in Wyhlen der Ableger Familientreff. Bürgermeister Tobias Benz gratulierte zur Entwicklung des Familienzentrums und dankte für dessen soziale Arbeit. „Wir wollen keine Schlafvorstadt von Basel werden, deshalb ist es wichtig, Räume zu haben, in denen sich Bürger als erster Anker und Anschlusspunkt treffen können.“

Den Bogen von der Vergangenheit in die Gegenwart schlossen die beiden jungen Mütter Aleisha Kudrass und Franziska Werbing. „Das Familienzentrum ist wie eine Freundin für mich, es ist schön, dahin zu gehen“, schilderte Kudrass ihre Erfahrung.

Die Geburtstagsfeier geht weiter. Ein großes Familienfest im Tutti Kiesi gibt es am heutigen Samstag, 14 bis 18 Uhr. Es gibt zahlreiche Mitmach- und Spielangebote, Bühnenprogramm und leckeres Essen.

Informationen im Internet:
http://www.familienzentrum-rheinfelden.de