Rheinfelden 200 Sportler bei Nachtmeeting der Leichtathletikabteilung

Mathilde Andreaud dominiert Speerwurf-Disziplin. Absage an Kunstrasen im Europastadion

Das Rheinfelder Nachtmeeting der Leichtathletikabteilung des Turnvereins Rheinfelden, das am Freitag zum 26. Mal im Europastadion stattfand, hat nichts von seiner Attraktivität verloren. Mit nahezu 200 Aktiven beteiligten sich in diesem Jahr noch mehr Sportler als im Vorjahr, darunter auch die Speerwurf-Athleten Mathilde Andreaud aus Nizza sowie Cyrus Hostetler. Nach Auskunft von Thomas Rist, Abteilungsleiter der TVR-Leichtathleten hält sich Cyrus Hostetler derzeit im Trainingslager, bei Speerwurf-Bundestrainer Werner Daniels in Deutschland auf, Mathilde Andreaud war indes eigens aus Nizza angereist um während des Nachtmeetings ihre Speerwurfweiten zu verbessern. Die Speerwurfdisziplin war daher beim TVR-Nachtmeeting eine Paradedisziplin, die in vielerlei Facetten diskutiert und als sportlich attraktiv bezeichnet wurde. In diesem Zusammenhang ging es auch um die Frage, ob das Europastadion als Kunstrasenplatz ausgebaut werden soll oder nicht. Fakt ist, so auch Thomas Rist, wenn dies geschehe, dann stünde auch das TVR-Nachtmeeting auf der Kippe, denn auf einem Kunstrasenplatz könne gerade die Speerwurfdisziplin nicht stattfinden.

Dies bestätigten beim Nachtmeeting auch der Stadtsportausschussvorsitzende Dieter Wild und der ehemalige TVR-Vorsitzende Dieter Meier. Sie sprachen sich für den Erhalt des Europastadions als Rasenplatz aus.

Ähnlich äußerten sich auch CDU-Fraktionssprecher Paul Renz, sein Fraktionskollege Rainer Vierbaum sowie die Degerfelder Ortsvorsteherin Karin Reichert-Moser (Freie Wähler). Es sei zwar das letzte Wort in Bezug auf die Rheinfelder Kunstrasenproblematik noch nicht gesprochen. Man könne sich jedoch vorstellen, dass die in unmittelbarer Nähe zum Europastadion liegenden Trainingsplätze mit einem Kunstrasenbelag ausgestattet werden könnten, das Europastadion jedoch so wie bisher als Rasenplatz erhalten werden kann. Das Planungsbüro Rapp Regioplan hatte indes vor zehn Tagen bei der Präsentation des Sportstättenkonzeptes vorgeschlagen, als erstes das Europastadion mit einem Kunstrasenplatz auszustatten.

Das sportliche Geschehen während des Leichtathletik-Nachtmeetings war indes von spannenden Wettkämpfen geprägt und so konnten sich auch zahlreiche junge Athleten profilieren und sich für weitere Wettkämpfe empfehlen. Zu ihnen zählte auch der schweizerische Kugelstoßer Gregory Ott sowie die Lörracher Hochspringerin Caroline Marchlewski. Mit von der Partie war auch der Karsauer Hochspringer Sven Tarnowski, der für Leverkusen an den Start ging.

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