Dass sich die Mal- und Zeichenkurse von Nicola Quici großer Beliebtheit erfreuen, hat das rege Publikumsinteresse an der Jubiläums-Ausstellung „30 Jahre Kunstschule Quici trifft 100 Jahre Rheinfelden“ in der Rathausgalerie in Rheinfelden gezeigt. Als Überraschung wurde die figurative Eichenholz-Skulptur „Gemeinsam“ enthüllt, die Nicola Quici der Stadt zum Jubiläum geschenkt hat.

20 aktuelle Kursteilnehmer präsentieren ein breites Spektrum an Malerei und Zeichnungen quer durch alle Genres: Landschaft, Porträt, Stillleben, Tiermotive und, speziell zum Jubiläum der Stadt, auch zahlreiche Ansichten aus Rheinfelden. Darauf verwies Oberbürgermeister Klaus Eberhardt in seiner Laudatio. Er sah es als Erfolgsgeschichte und Qualitätsmerkmal, dass so viele Absolventen in den 30 Jahren erfolgreich durch die Kunstschule Quici gegangen seien. Der Maler, Grafiker und Bildhauer, der seit 50 Jahren künstlerisch aktiv ist, habe mit seiner Kreativität und mit seinem Kunstunterricht wichtige Akzente im Rheinfelder Kulturleben gesetzt. Viele Menschen, in denen verborgene Talente schlummern, seien von Quici „mit Empathie und Energie“ und „hohem inhaltlichem Anspruch“ ausgebildet worden.

Eberhardt ging auch auf die ausgestellten Werke ein, hob vor allem die facettenreichen Stadtansichten hervor. So etwa den Wasserturm, den Rosalia Brullo in Grautönen und Reduktion auf wesentliche Formen dargestellt hat. Aber auch das beliebteste Motiv, die Rheinbrücke, taucht in unterschiedlichen Interpretationen auf. Einmal farbleuchtend und expressionistisch von Fatima Pereira, einmal in eher architektonischer Sichtweise und Gestaltung von Marie Ufe-Pollichino. Auffallend im Farbenspiel ist Valeria Lamanos Ansicht von Schloss Beuggen vom Rhein aus gesehen.

Weitere markante und pittoreske Sujets sind der „Rheinfelder Wasserfall“ von Julia Laube mit seiner Farbigkeit des Gesteins, das stimmungsvolle Idyll am Rhein von Gudrun Lesser und die Altstadtgassen der Schweizer Schwesterstadt von Gissell Schwarz. Eberhardt wies auch auf die fein schraffierte Bleistiftzeichnung der Christuskirche von Angelina Guseninow hin, die futuristische Stadtvision von Jessica Gerspach und das Stillleben vom Hertener Wein von Johanna Gebauer.

Auch von Kunstschulleiter Nicola Quici ist ein bemerkenswertes Gemälde von Rheinfelden zu sehen, in dem er fast surreal Motive wie Wasserturm, Stadtsäule und Brücke zusammenbringt. Als Geschenk zum Stadtjubiläum übergab er sein Werk „Gemeinsam“. Die stelenhafte Skulptur aus gebeiztem Eichenholz besteht aus abstrahierten Figuren, die sinnbildlich Menschen aus der vielfältigen Stadtgemeinschaft darstellen. OB Eberhardt bedankte sich begeistert für die Skulptur: „Wir werden einen würdigen Platz für sie finden.“

Die Ausstellung dauert bis 1. Juli und ist montags bis donnerstags von 9 bis 12, donnerstags von 14 bis 17 und freitags von 9 bis 13 Uhr offen.