Einen goldenen Oktober-Sonntag konnte an drei lauschigen Plätzen in Hänner am Sonntag miterleben, wer sich zu dem dreiteiligen Konzert des Musikvereins Oberhof (MVO) und seines Jugendorchesters Oberhof-Hänner (JO OH) aufmachte. Dies war der erste von zwei Konzertsonntagen in Form eines musikalischen Drei-Gang-Menüs, mit denen die beiden Musikvereine ihren Gästen die Oktober-Tage verschönerten.

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An drei unterschiedlichen Open-Air-Spielorten im Ort präsentierten die Musiker unterschiedliche Konzertschwerpunkte, die unter der Leitung ihres Dirigenten Josef Klein ihre Besucher und Gäste mitrissen. Durch ihn bekamen die Konzertbesucher zu jedem Musikstück viel Unterhaltsames erzählt; über die Stücke, die Bedeutung der Stücke für Mitglieder der Musikvereine und über die beiden Vereine selbst etwa – wie ein Ober in einem guten Restaurant, der seinen Gästen die verführerisch duftenden Gerichte erklärt, die Kompositionen der einzelnen Gänge erläutert und einfach Lust auf mehr macht.

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Den Auftakt des Konzerttages – das hors d‘oeuvre – hat das Jugendorchester Oberhof-Hänner ab 11 Uhr beim Haus Rudigier liebevoll präpariert und serviert. Außerdem steuerten kleine Ensembles Programmpunkte bei, wie das Drummer-Fun-Quartett mit Jan Kraft, Georg Römer, Amelie Schmidt und Claudio Kaltenbacher gewesen, die mit ihren beiden Stücken die Vielfalt des orchestralen Schlagwerks unter Beweis stellten – neben dem klassischen Schlagzeug auch Pauken, Glockenspiel und vielem mehr, wie Dirigent Josef Klein einleitend erläuterte.

Das 40-köpfige Jugendorchester Oberhof Hänner gestaltete einen bombastischen Auftakt zum „Goldenen-Oktober-Konzert“ am Sonntag in Hänner.
Das 40-köpfige Jugendorchester Oberhof Hänner gestaltete einen bombastischen Auftakt zum „Goldenen-Oktober-Konzert“ am Sonntag in Hänner. | Bild: Schneider, Sigrid

Ein zweites Ensemble stellte Saxo-Sound dar mit den Saxofonistinnen Leonie Rudigier, Flora Scheck, Heidi Eckert, Manuela Rudigier und Nicole Maier. Mit zwei Stücken aus dem Musical „My Fair Lady“ animierten sie das Publikum zum Mitklatschen und ernteten begeisterten Applaus.

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Nach dem gelungenen ersten Gang des JO OH fanden sich nach einer kleinen Pause wieder Zuhörer unter dem Nussbaum bei der Kirche ein, um den zweiten Gang – das Menü Prestige – des MVO mitzuerleben. Ein „swinging“ Dixie und pompöse, ausdrucksstarke Filmmusik aus „Drachenzähmen leicht gemacht“ führten die Zuhörer hinein in die Welt des MVO, als Claudio Kaltenbacher bereits den ersten Höhepunkt präsentierte mit seinem Solo für Löffel mit großer Trommel in der Löffelpolka – zünftig und schmissig, wofür er großen Beifall bekam.

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Zu Tränen gerührt aber folgten die Meisten den Trompetern Mirco Räder mit seinen beiden Söhnen Louis und Lenny, mit „Oh, mein Papa“ – Mirco Räder hatte sich dazu als bunter Clown verkleidet und er und seine beiden Söhne verwandelten den Konzertraum mit diesem stilvollen Vortrag in eine zauberhafte Zirkus-Manege. Abgerundet wurde dieser zweite Gang mit einem Auftritt des Sextetts „Jung mit Schwung“, das einen auf eine aufregende Zeitreise in die 1968-er mitnahm.

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Mit einem „volkstümlichen Dessert“ beendete der MVO ab 15.30 Uhr im Kirschbaumweg in Hänner unter strahlendem Sonnenschein das musikalische Oktober-Menü. Schmissige Märsche und Polkas sorgten für Schwung und moderne Volksmusik mit „I sing a Liad für di“ für Tanzatmosphäre. Das Klarinetten-Ensemble „Süßholz-Raspler“ ließ mit zwei Ragtimes die 1920-er Jahre aufleben.

„In den vergangenen lange Monaten haben wir immer Kontakt gehalten und wann immer und wo immer und wie immer möglich geprobt – sei es mit Online-Proben wie es Josef Klein gemacht hat oder in kleinen Gruppen – und nun können wir dadurch, dass die meisten Aktiven voll geimpft sind auch wieder in der Thimoshalle proben“, erzählt die Vereinsvorsitzende Nicole Maier glücklich. Nun freut sich der Musikverein schon auf das zweite „Goldene-Oktober-Konzert“ am Sonntag, 24. Oktober, in Oberhof.