Das Bläserquintett Concert Brass Basel bestehend aus Dirk Amrein (Posaune), André Schüpbach (Trompete), Adrian Schneider (Trompete), Henryk Kalinski (Waldhorn) und Heléne Berglund (Tuba) hatte zu einem Kammermusikabend mit Werken von Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel in die Herz-Jesu-Kirche nach Niederhof eingeladen. Es ist wahrscheinlich der angespannten Corona-Situation zuzuschreiben, dass eher wenige Zuhörer den Weg in die Kirche gefunden hatten.

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Die fünf Musiker in der klassischen Brass-Quintett-Besetzung ließen sich davon jedoch nicht beirren, sondern nahmen ihre Gäste mit auf eine musikalische Reise in die Zeit des Barocks. Posaunist Dirk Amrein, der das letzte aktive Gründungsmitglied der 1988 gegründeten Gruppe ist, führte dabei durch das musikalische Programm. Bevor die Musiker das Kirchenschiff betraten und sich zeigten, konnte man bei Kerzenschein eine von ihnen dargebotene Einstiegsmelodie vernehmen und sich dabei in den Bann der Musik ziehen lassen.

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Mit der Toccata und Fuge in d-Moll präsentierte das sich nun sichtbar positionierte Bläserensemble gleich zu Beginn das mit Abstand bekannteste Orgelwerk der europäischen Kunstmusik. Die für Bach typische Polyphonie, eine Wiederholung derselben Melodie in den unterschiedlichen Stimmen, ließ sich hierbei gut heraushören. Insgesamt war das Klangvolumen, welches das Quintett auf die Bühne brachte, bemerkenswert. Harmonischer wurde es im Anschluss mit Händels „Wassermusik“ in vier Sätzen. Musikalisch dargestellt wurde hierbei eine Lustfahrt des englischen Königs Georg I. im Jahr 1717 auf der Themse.

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Mit dem dritten Stück, der „kleinen Fuge in g-Moll“, gelangten die Musiker zum Spätwerk Bachs. Die reine Klassik verließ das Quintett mit der Darbietung von „The Messiah – Haleluja“ von Händel, welches klassische Elemente mit dem Spiritual aus New Orleans verbindet. Dem Anspruch, die Kammermusik auf eine neue Ebene zu heben, wie es auf der Webseite des Bläserquintetts heißt, wurden die Musiker bei ihrem Konzert in Niederhof mehr als gerecht. So gab es von den begeisterten Zuhörern nach dem letzten Stück Beifall im Stehen. Mit dem irischen Volkslied „Danny Boy“, das den idyllischen Charme Irlands musikalisch einfing, erhielten sie ihre geforderte Zugabe. Zum Abschluss gab es dann noch das französische Werk „Dans la rue“ , das auf die Straßen Paris entführte.

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