Die Murger haben die Erwartungen ihres Klimaschutzmanagers Frank Philipps klar übertroffen. Hatte er damit gerechnet, dass sich etwa ein Prozent der Bevölkerung – das wären rund 70 Personen – am Stadtradeln vom dritten bis zum 23. Juli beteiligen werde, so waren es am Ende genau 103 Aktive, die in die Pedale traten und dafür ihre Autos stehen ließen.

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Die Gemeinde nahm zum ersten Mal an dieser Aktion teil und stellte zwölf Teams, deren Fahrleistungen sich auf 20.248 Kilometer aufsummierten. Damit konnten sie rund drei Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid einsparen. Murg erreichte den siebten Platz im Landkreis Waldshut, und gemessen an den geradelten Kilometern Platz 145 unter 303 Kommunen mit weniger als 10.000 Einwohnern in Baden-Württemberg; in der gesamtdeutschen Wertung erreichte Murg Rang 317 von 814.

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„Klimaschutz fängt im Kleinen an“, meinte Bürgermeister Adrian Schmidle, und auch Frank Philipps sprach den Radlern Dank und Anerkennung aus. „Wir möchten die Bürger ermuntern, möglichst oft das Rad zu nehmen, und das Bewusstsein für die Mobilitätswende zu schaffen beziehungsweise zu stärken.“ Auch die Topographie Murgs sollte kein Hindernis sein, denn mit Hilfe elektrischer Fahrräder könnten auch weniger Sportliche leicht den Berg hinauf in die drei Ortsteile fahren, so Philipps. Zur Belohnung vergab er Preise in verschiedenen Kategorien, meist in Form von Genussmitteln aus dem Weltlädeli.

Zu gewinnen gab es Gutscheine von Radsport Riedl-Leirer, Radsport Matt sowie der Firma E-Biker, und auch die Carsharing-Firma „My-E-Car“ verloste Gutscheine im Wert von vier Stunden Autofahrt. Die Teamwertung, gemessen an der Länge der zurückgelegten Strecke, gewann der Radsportverein RSV Niederhof (3952 Kilometer), gefolgt von der Kita „In der Mühle“ (3078) und den „Jedermännern“ (2374). Die Reihenfolge ändert sich, wenn man die Zahl der Aktiven pro Team bewertet. Dann liegt die Kita mit 21 Radlerinnen und Radlern vor dem Verein „Faire Eine Welt“ (13) und „Murg im Wandel“ (elf).

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Unter den jüngsten Teilnehmern belegte Tobias Kammerer mit 162 Kilometern den ersten Platz und sparte damit fast 24 Kilo Kohlendioxid. „Das ist mehr, als Du wiegst“, lobte Adrian Schmidle. Luca Wiesler und Niklas Wiesler fuhren jeweils 57 Kilometer. Die Einzelwertung der Damen gewann Gaby Stemminger (488 Kilometer) vor Claudia Völkle (476) und Sandra Matt (467), bei den Herren belegten Bernhard Jehle (801), Dieter Weniger (780) und Mike Woland (779) die ersten drei Plätze. In der Kategorie der rüstigsten Teilnehmer gewann Maria Faller, gefolgt von Fritz Faller sowie auf dem dritten Platz Konrad Ruf und Edith Mutter.

Bürgermeister Schmidle (links) und Klimaschutzmanager Philipps ehrten die jungen Sieger beim Stadtradeln, das sind Niklas Wiesler, Tobias Kammerer und Luca Wiesler (von links).
Bürgermeister Schmidle (links) und Klimaschutzmanager Philipps ehrten die jungen Sieger beim Stadtradeln, das sind Niklas Wiesler, Tobias Kammerer und Luca Wiesler (von links). | Bild: Michael Gottstein