Zum dritten Mal will der Ortschaftsrat Oberhof den Versuch unternehmen eine 50 Kilometer pro Stunde Begrenzung für die Thimosstraße zu erreichen. So ein Beschluß des Gremiums vom 15. Juni dieses Jahres.

Häufig von Wanderern genutzt

Der betroffene Bereich ist die Verbindung zwischen Oberhof und Harpolingen. Die außerorts gelegene Straße ist nur rund drei Meter breit und durchschneidet das ausgewiesene Familienwandergebiet Thimos, das wochenends und morgens durch Wanderer, Spaziergänger und die Kinder des Bauernhof- und Waldkindergartens fleißig genutzt wird. Über die Hintergründe zu dem Vorhaben äußerte sich Ortsvorsteher Roland Baumgartner: Bereits nach seinem Amtsantritt im Jahr 2014 sei ein erster Versuch unternommen worden.

Ortsvorsteher Roland Baumgartner vor der Infotafel zum Wandergebiet Thimos. Er zeigt auf den Beginn der blau gezeichneten Problemstrecke, die sich etwa 1,5 Kilometer von Osten nach Westen erstreckt.
Ortsvorsteher Roland Baumgartner vor der Infotafel zum Wandergebiet Thimos. Er zeigt auf den Beginn der blau gezeichneten Problemstrecke, die sich etwa 1,5 Kilometer von Osten nach Westen erstreckt. | Bild: Peter Koch

Schon damals habe es Bürgerbeschwerden gegeben, dass auf der Thimosstraße zu schnell gefahren werde. Damals sei man mit dem Vorhaben gescheitert. Der zweite fehlgeschlagene Versuch wurde dann im Jahr 2017 unternommen, kurz bevor die Thimosstraße und die darum liegenden Wege als behinderten- und familienfreundliches Wandergebiet Thimos ausgewiesen wurden.

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Seither habe sich die Nutzung der Straße durch Ausflügler erhöht. Immerhin gebe es mit – Ruheplatz Benkenblick, dem Bolzplatz, den Thimostieren, dem Reiterhof, dem Wanderparkplatz mit querendem Waldsportpfad, dem Grillplatz und der Antoniuskapelle mit Quelle – sieben Örtlichkeiten entlang der eineinhalb Kilometer, die Wanderer, Sportler und die Kinder des Dorfes anziehen und potentielle Gefahr- und Konfliktpunkte sind. Seit 2020 seien auch noch die Kinder des Waldkindergartens, regelmäßig morgens in Gruppenstärke auf der Strecke unterwegs, führt Baumgartner die Überlegungen und Gründe für das Vorhaben des Ortschaftsrates aus.

Momentan Tempo 100 erlaubt

Aktuell gibt es keine Geschwindigkeitsregelung für die Strecke, was bedeutet, dass bis zu 100 Kilometer pro Stunde gefahren werden dürfe. Baumgartner berichtet, von einzelnen persönlichen Versuchen, Autofahrer zu sensibilisieren. Diese seien aber der Meinung dass sie angepasst fahren würden und ihre Fahrzeuge im Griff hätten.

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„Hier kann man nicht 100 fahren, aber auch 70 oder 80 sind zu viel und wir würden gerne erneut einen Antrag für eine Begrenzung auf 50 Kilometer pro Stunde stellen, damit bei der nächsten Verkehrsschau darüber entschieden werden kann“, so Baumgartner. Wann diese Verkehrsschau stattfindet, steht zur Zeit noch nicht fest. Die üblicherweise für den Herbst angesetzte Veranstaltung musste im letzten Jahr wegen Corona ausfallen.