Murg – Eine besondere Ehrung und der Besuch des Bürgermeisters standen im Mittelpunkt der Hauptversammlung des CDU-Ortsverbandes am Freitagabend im „Florianstüble“ im Bürgerhaus in Niederhof.

Nach kurzer Begrüßung führte der Vorsitzende Hans-Peter Müller durch die Schwerpunktthemen im vergangenen Jahr. Besonders gefreut hat ihn, dass die Mitgliederzahl gehalten werden konnte. Stolz untermalte er mit Bildern, dass die Devise „Wir müssen in Murg sichtbarer werden“ zur vollen Zufriedenheit umgesetzt werden konnte. So war bei 32 Grad der Versorgungsstand beim Slow-Up ein voller Erfolg, sehr gut besucht war die Informationsveranstaltung „Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung“ und bei herrlichem Wetter im Juli beim Murger Hock kam die Ortsgruppe an dem schönen Platz beim ehemaligen Jugendcafé an die Belastungsgrenze.

Kommunalpolitische Themen waren die A98 die Hochrheinbahn, die Gesundheitsversorgung und das Atomendlager „nördliche Lägeren“. Aber auch am neuen Grundsatzprogramm der CDU und dem Erneuerungsprozess der CDU Baden-Württemberg hat sich die Vorstandschaft beteiligt und Ideen für die Zukunft eingebracht.

Der Schatzmeister Thomas Stohmeier berichtete von schönen Einnahmen bei den Veranstaltungen und fügte an, „der Kassenstand bildet eine gute Basis für die Aktivitäten in 2023. Gemeinderätin Gabriele Döbele-Kreutz berichtete von einer guten Zusammenarbeit mit der Verwaltung und dem Bürgermeister. Der Flächennutzungsplan, der Murgtalwanderweg und das voll besetzte Kinderheim Doll mit Flüchtlingen waren die Hauptthemen im Rat. Der Breitbandausbau in Hänner und Oberhof ist auf einem guten Weg und sehr erfreulich waren die zwei Architekturpreise für den Kindergarten. Zukunftsthemen sind das neue Feuerwehrhaus in Hänner, das Rettungsboot im Rhein und der Haushaltsplan nächste Woche. Die Gemeinderätin betonte aber: „Die CDU wird gegen eine Erhöhung der Steuern stimmen“.

Am 1. Januar 1972 trat Franz Merkle in die CDU ein. Jetzt wurde er von der stellvertretenden Kreisvorsitzenden Gabriele Schmidt mit einer Urkunde und einer Ehrennadel in Gold geehrt. Sie betonte, dass Franz Merkle nicht nur in Murg aktiv war. Er brachte seine persönliche und berufliche Expertise auch in den Arbeitnehmervertretungen ein.

Bürgermeister Adrian Schmidle nutzte die Einladung zur Hauptversammlung, um seine Vision von der Zukunft „Murg 2023 bis 2031“ vorzustellen. Miteinander, nachhaltig zusammen mit bürgerschaftlichem Engagement will er Murg weiterentwickeln. Grobe Themen für die nächsten acht Jahre wird die Ökologie sein. Der CO2-Ausstoß müsse weiter verringert werden.

Unter Beachtung der Finanzen müsse viel in die veralteten Kläranlagen investiert werden. so Schmidle. Die Grundschulen müssten mit digitaler Ausstattung und Ganztagsbetreuung fit gemacht werden. Die Kindergärten in Murg sollen weiterentwickelt und der Glasfaserausbau erfolgreich abgeschlossen werden. Die Sicherheit der Bevölkerung soll gesteigert werden mit einer Zusammenführung der Feuerwehren in nördlichen Bereich in Hänner, wie es bereits erfolgreich in Niederhof praktiziert wurde.

Die Quellschutzgebiete sollen saniert werden und gemeinsam mit der Ferienwelt soll in Sachen Tourismus der Murgtalwanderweg ausgebaut werden. Schwierig wird es bei der Schaffung neuer Gewerbeflächen und Wohnraum. Das sieht der Bürgermeister die Lösung eher in einer maßvollen Nahverdichtung und bei Neubauten soll in Höhe gebaut werden.