Die mehr als 50 Waldbesitzer, die sich zur Mitgliederversammlung der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Vorderer Hotzenwald versammelt haben, wollten wissen, wie die FBG gewirtschaftet hat und wie es mit ihrem Wald weitergeht. Zur Wirtschaftlichkeit hat Steuerberater Hannes Probst einen positiven Rechnungsabschluss für die Jahre 2019/2020 vorgelegt und auch für das laufende Jahr ein gutes Ergebnis mit einem Gewinn von 10.000 Euro vorhergesagt.

Sammelantrag

Falko Hirt von der unteren Forstbehörde Waldshut erklärte den privaten Waldbesitzern, wie sie sich einem Sammelantrag anschließen können, um eine Aufarbeitungshilfe zu erhalten für die große Menge von Käferholz, das in den Jahren 2019/2020 angefallen ist. Aufgrund der großen bürokratischen Hürden, die bei einem Einzelantrag entstehen, sei dies der einzig gangbare Weg, eine solche Förderung zu erhalten, erklärte Falko Hirt.

Deshalb stimmten die Mitglieder einer Satzungsänderung einstimmig zu, die es der FBG Vorderer Hotzenwald zukünftig möglich macht, solche Sammelaufträge ohne zusätzliche Genehmigung durch die Antragsteller, zu stellen.

Holzpreis

Stefan Rehm von der Waldgenossenschaft Südschwarzwald legte die Holzmarksituation dar. Er zeigte, dass die Jahre 2019 und 2020 durch den Anfall von großen Mengen Käferholz zu Turbulenzen beim Holzpreis geführt haben. Von Preisen, die unter den Einschlag- und Transportkosten lagen, bis zu Spitzenpreisen wegen Knappheit in China und den USA, war alles geboten.

Nasslager

Um dem Druck des Marktes weniger ausgesetzt zu sein, entschied sich die FBG für ein Nasslager mit 10.000 Festmetern bei Hottingen für 18.000 Euro, dass bezuschusst wird, sodass die FBG nur etwa 8000 Euro aufwenden muss.

Aufforstung

Markus Rothmund vom Kreisforstamt erklärte, dass die Tage der Fichte wegen des Klimawandels, gezählt sind. Ziel müsse sein, klimastabile Mischbestände aufzuforsten. Revierförster Ulrich Mäntele überreichte als Anreiz, Weißtannen, statt Fichten zu pflanzen, jedem Teilnehmer eine Weißtanne.