Ehrenamtliche, die für die Gemeinde Murg tätig werden, sollen eine höhere Entschädigung erhalten. „Wir haben Schwierigkeiten Wahlhelfer zu finden“, begründete Bürgermeister Adrian Schmidle im Gemeinderat diesen Vorstoß der Verwaltung, verwies aber auf die Nachbargemeinden: „Die Entschädigung in den Nachbarorten liegt um einiges höher.“

Bisher erhielten die Ehrenamtlichen eine Entschädigung von 13 Euro bei bis zu zwei Stunden Einsatz, 24 Euro für zwei bis vier Stunden Einsatz, 30 Euro für vier bis acht Stunden Einsatz und als Tageshöchstsatz 35 Euro für mehr als acht Stunden Einsatz. Erhöht werden soll nun auf 25 Euro für zwei Stunden, 40 Euro für vier Stunden, 55 Euro für sechs Stunden und 70 Euro für acht Stunden. Damit liegen die Sätze jetzt teilweise über den Nachbargemeinden.

Das komme ihm zwar ein bisschen hoch vor, er werde dem aber nicht im Wege stehen, kündigte Gemeinderat Roland Baumgartner (FW) an. Ratskollegin Sonja Sarmann (Grüne) befand die Erhöhung für in Ordnung, merkte aber an: „Das ist aber kein Argument um Wahlhelfer zu finden.“ Die Entschädigungspauschale gilt auch für andere ehrenamtliche Tätigkeiten, beschränkt sich laut Bürgermeister in der Praxis aber auf den Wahldienst. Neu geregelt ist außerdem, dass Ehrenamtliche, denen durch ihren Einsatz Betreuungskosten für Angehörige entstehen, eine Erstattung von 10 Euro pro Stunde bekommen. Bevor die Änderungen beschlossen werden, sind die Ortschaftsräte gebeten, ihre Stellungnahme dazu abzugeben.

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