Hugo Ebner wird am Sonntag, 9. August, 90 Jahre alt. Der Jubilar ist auch in seinem hohen Alter noch überaus rüstig. So steuert er noch problemlos seinen Wagen, geht immer noch in Wald, um das Holz zum Heizen seiner Chunscht zu richten und die Teilnahme an den Chorproben des Murger Männerchores ist für ihn geradezu selbstverständlich.

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Vielfach prägte Hugo Ebner das Vereinsleben in Murg und dabei auch in führenden Positionen. So ist er nicht nur Gründungsmitglied der Ortsgruppe Murg der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) sondern fungierte auch drei Jahrzehnte als deren Vorsitzender. Dass derzeit das Murger Schwimmbad wegen der Corona-Epidemie geschlossen ist, hat auch seinen täglichen Lebensablauf stark verändert, denn in derzeit, wo das Schwimmbad geöffnet war, drehte er jeden Morgen seine Schwimmrunden.

Feuerwehr und Chorgesang

Schon über sechs Jahrzehnte ist Hugo Ebner in der Murger Feuerwehr aktiv. Als Brandmeister ging er in Ruhestand und ist seither in der Altersmannschaft mit von der Partie. Wo man singt, da lass dich ruhig nieder, dieser Wahlspruch gilt auch für den Sänger Hugo. Schon weit mehr als 60 Jahre singt er nunmehr schon im Murger Männerchor und ist geradezu traurig darüber, dass die Sängerzahl stetig sinkt. Gerne erinnert er sich an die Zeit, wo auch vielfach nach den Proben dem Chorgesang in geselliger Runde gehuldigt wurde. „Alles Leben strömt aus Dir“, ist immer noch sein Lieblingslied. Viele Jahre war der 90-Jährige auch bei der Muettersprochgsellschaft und bei den Kleintierzüchtern aktiv.

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Hugo Ebner ist ein Murger Urgestein. Er kam in dem Haus auf die Welt, das er auch heute noch bewohnt. Er besuchte in Murg die Volksschule und hatte seinen Schulabschluss fast gleichzeitig mit dem Einmarsch der französischen Truppen. Zwei Jahre später machte Hugo Ebner im benachbarten Niederhof eine Schuhmacherlehre und wechselte 1950 zur Schuhfabrik im schweizerischen Zurzach. Nach mehreren Arbeitsjahren in der Schweiz wechselte er zur damaligen Gummibandweberei Hüssy & Künzli in Murg.

1961 heiratete Hugo Ebner seine Frau Hilde. Ein Sohn und eine Tochter kamen auf die Welt. Bald ging der Jubilar dann zur Bundesbahn. Als Schrankenwärter verdiente er anfänglich sein Geld, war anschließend in der Zugabfertigung in Rheinfelden, Grenzach und Wehr und ging 1993 in Ruhestand. Gerne erinnert er sich an die Reisen und seine Alpinskifahrten. Nun freut er sich darauf, den runden Geburtstag mit seiner Frau den Kindern und den beiden Enkeln zu feiern.

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