Corona und der anstehende Besitzerwechsel des „Café Verkehrt“ prägten die Mitgliederversammlung 2020 des Kulturvereins Hotzenwälder Kleinkunstbühne pro musis e.V. (HKKB) am vergangenen Dienstagabend im Restaurant des Hotel „Löwen“. Dabei konnte der Verein auf ein gelungenes Jahr 2019 zurückblicken. Die Veranstaltungen waren mit durchschnittlich 62 Zuschauern gut besucht, wie Till Erb vom Vorstand berichtete und auch das Jahr 2020 hatte im Januar mit zwei gut besuchten Veranstaltungen sehr vielversprechend begonnen.

Dann kam Corona und kurzfristig wurden alle Veranstaltungen für das erste Halbjahr und mittlerweile auch das komplette Herbstprogramm abgesagt. Für das kommende Frühjahr plane man erstmal zwei Veranstaltungen, eine mit der Gruppe HISS und eine weitere mit dem Gitarristen Larry Garner, vorausgesetzt die Pandemielage erlaubt dies. Wegen der Unsicherheiten, die mit dem Verkauf des Cafés einhergehen, werden weitere Veranstaltungen allenfalls kurzfristig geplant und dann in der Tagespresse bekannt gemacht. Finanziell ist der Verein gut aufgestellt. Das Jahr 2019 wurde mit einem satten Plus von über 2500 Euro und einem Jahresabschluss von über 11.000 Euro abgeschlossen, berichtet Kassierer Kurt Zimmermann. Kassenprüferin Elisabeth Möller-Giesen bestätigt die solide und ordentliche Kassenführung. Vorstand und Kassierer wurden einstimmig entlastet.

Bezüglich des geplanten Verkaufs von „Café Verkehrt“ und „Hotel Löwen„ teilte Peter Maier, Noch-Besitzer von Café und Hotel mit, dass es einen Kaufinteressenten für das Objekt gebe, der auch daran interessiert sei, weiter Kulturveranstaltungen anzubieten. Für eine Übergangszeit würde Maier zur Verfügung stehen, so dass die Aktivitäten der Kleinkunstbühne in bewährter Manier weiterlaufen könnten. Was aber, wenn der neue Eigentümer kein Interesse an einer Zusammenarbeit hat und das Café als Aufführungsort nicht mehr zur Verfügung steht? „Café und Verein hängen unmittelbar zusammen“, betont die Co-Vorsitzende Gabriele Schmidt, für sie sei „ein anderer Ort schlichtweg nicht vorstellbar“.

Zuvor hatten Kurt Zimmermann und Till Erb bereits erläutert, wie hilfreich und wichtig die technische Infrastruktur des Cafés für die Durchführung der Veranstaltungen sei. Die frühere Vorsitzende Sonja Sarmann gibt sich vorsichtig optimistisch hinsichtlich eines Neustarts mit neuem Besitzer. Selbst wenn vielleicht nicht alles reibungslos verlaufen sollte, werde sich ein Neustart bewerkstelligen lassen. Der Verein sei bekannt und es gebe genügend Fans der Kleinkunstbühne. Um die veranstaltungsfreie Zeit zu überbrücken, regt Sarmann einen regelmäßigen offenen Hock an, bei dem sich die Mitglieder und alle die daran interessiert sind, Kleinkunst in dieser Form zu erhalten, treffen und austauschen können.

Auch Roland Baumgartner, der Ortsvorsteher von Oberhof macht den Vereinsmitgliedern Mut mit langem Atem die schwierige Zeit durchzustehen. „Klein, fein, gut und bekannt, das ist die Hotzenwälder Kleinkunstbühne„, so Baumgartner, der sich am Ende der Veranstaltung beim Verein für sein kulturelles Engagement bedankt, mit dem er zu einem besonders positiven Aushängeschild der Gemeinde geworden sei.

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