Das Vereinsheim der Murger und Laufenburger Sportangler ist nur noch ein verkohlter Schutthaufen. In der Nacht zum Montag brannte das hölzerne Gebäude am Eisweiher Murg nahezu vollständig nieder. Die Brandursache ist laut Polizei noch unbekannt. Spezialisten setzten die Ermittlungen im Laufe des Montags fort.

Wegen eines unklaren Feuerschein im Bereich des Murger Eisweihers wurde am Montagmorgen um 0.51 Uhr die Feuerwehr Murg alarmiert. Es rückten Kräfte der Abteilung Süd aus. „Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand das Gebäude des Fischereivereins am Eisweiher in Murg im Vollbrand“, teilte Feuerwehrkommandant Stefan Fräßle mit. Der Feuerwehr gelang es zwar, den Brand zu bekämpfen. Es entstand aber Sachschaden in noch unbekannter Höhe. Das gesamte Inventar wurde zerstört.

Das brennende Gebäude spiegelt sich im Murger Eisweiher.
Das brennende Gebäude spiegelt sich im Murger Eisweiher. | Bild: Feuerwehr Murg

Nach Auskunft von Christoph Kirschnick, dem Vorsitzenden des Angelsportvereins, wurde das mindestens 50 Jahre alte und durch einen Anbau vergrößerte hölzerne Gebäude intensiv genutzt. Es habe für Vorstandssitzungen und als Lager gedient, vor allem aber als Küche bei den Fischerfesten. Durch den Brand seien auch zahlreiche Küchengeräte zerstört worden, darunter sechs große Fritteusen. „Ich will mich nicht da nicht festlegen, aber wir schätzen die Schadenssumme grob auf etwa 50.000 Euro“, sagte Kirschnick. Für den Verein sei dies eine enorme Summe. An die Abhaltung des nächsten Fischereifests könne im Augenblick gar nicht gedacht werde. „Zuerst müssten wir alle Geräte neu besorgen“, so Kirschnick, der morgens um 1.30 Uhr über den Brand informiert worden war.

Noch am Sonntagvormittag hätten sich zwei Vereinsmitglieder auf dem Gelände befunden, um Fische im Eisweiher zu füttern, berichtete Kirschnick. Sie hätten aber nichts Verdächtiges bemerkt. Der Vereinsvorsitzende hält einen technischen Defekt als Ursache des Brands ebenso für möglich wie fahrlässige oder vorsätzliche Brandstiftung.

Feuerwehrleute bekämpfen den Brand mit Wasser.
Feuerwehrleute bekämpfen den Brand mit Wasser. | Bild: Feuerwehr Murg

Das abgebrannte Gebäude befindet sich direkt am Eisweiher, am nordwestlichen Ortsrand von Murg. Erst vor einem Monat war es in der unmittelbaren Nachbarschaft, die Hütte am Sport- und Freizeitgelände auf der Ewigkeit von Unbekannten aufgebrochen und mutwillig beschädigt worden.

Dem 1958 gegründeten Sportangelverein Murg Laufenburg gehören rund 100 Mitglieder an. Neben dem Eisweiher auf dem Clubgelände bilden der Thimosweiher in Oberhof, das deutsche Rheinufer oberhalb der Laufenburger Laufenbrücke bis Hauenstein sowie unterhalb der Laufenbrücke bis zum Rothenbächle in Murg die Angelreviere des Clubs dar.