Selina Stoll war ein Jahr als Freiwillige beim katholischen Kindergarten St. Josef in Murg. Hier ihr Bericht über diese Zeit: Ich hatte schon länger geplant, wie es nach meinem Abitur weitergehen würde. Allerdings wollte ich nicht direkt nach zwölf Jahren Schule sofort mit dem Studium beginnen, sondern zuerst einmal ein Jahr arbeiten und praktische Erfahrungen sammeln. Ich interessiere mich sehr für die Arbeit mit Kindern, deshalb entschied ich mich für ein FSJ im Kindergarten St. Josef in Murg.

Die Einrichtung bietet Platz für 44 Kinder in zwei Stammgruppen, die Sonnenblumengruppe und die Pusteblumengruppe. Da der Kindergarten eher klein ist, wechselte ich immer zwischen den Gruppen, je nachdem, wo ich gebraucht wurde. Gemeinsam mit einem Team aus fünf Erzieherinnen und einer Vorpraktikantin betreuten wir die Kinder vormittags und mittags, wobei ich auch einige Male den Morgenkreis übernehmen und Bastelangebote mit dem Kindern durchführen durfte.

Nachbereitung

Am Nachmittag in der Nachbereitungszeit nahm ich entweder an der Teamsitzung teil oder half beispielsweise bei der Vorbereitung von Bastelangeboten oder besonderen Ereignissen. Im Laufe des Jahres feierten wir einige Feste, wegen den Corona-Vorschriften allerdings immer in kleinerer Version und nur mit den Kindern.

Bei der Arbeit mit Kindern muss man flexibel sein und sie kennenlernen, damit man individuell auf sie eingehen kann. Das zu lernen, braucht ein bisschen Zeit, weshalb es am Anfang manchmal sehr anstrengend sein kann. Ich habe eine Weile gebraucht, um zu wissen, wie ich auch in schwierigen Situationen am Besten reagiere. Nach ein paar Wochen wurde ich sicherer, aber wenn ich trotzdem einmal nicht weiterwusste, halfen mir die anderen Erzieherinnen immer weiter.

Während meines Freiwilligendienstes im Kindergarten gab es viele schöne Momente mit den Kindern und mit dem Team, an die ich mich gerne zurückerinnere. Ich wurde von allen im Team sehr freundlich aufgenommen und habe mich schnell eingewöhnt. Außerdem habe ich unglaublich viele Erfahrungen gesammelt, die ich für mein Studium und später meine Arbeit nutzen kann. Ich kann ein Freiwilliges Soziales Jahr nur weiterempfehlen, vor allem, wenn man überlegt, später beruflich etwas in die soziale Richtung zu machen.