Für Wanderer und Radfahrer ist das Murgtal wieder durchgehend passierbar. In Rekordzeit errichtete die Gemeinde Murg zusammen mit Unterstützern einen provisorischen Holzsteg, der den Hangrutsch im Elendslöchle überbrückt. Der hölzerne Steg aus Fichte- und Leimholzplatte ist 12 Meter lang, wiegt 1,4 Tonnen und liegt beidseitig auf festen Fundamenten. Ein Langholzwagen transportierte den 12 Meter langen Steg zunächst ins Elendslöchle, und ein Kran von dort Kran weiter durch den Tunnel.

Noch bei der letzten Gemeinderatssitzung im Juli war guter Rat teuer. Der Gemeinderat hatte sich vor Ort mit Spezialisten umgesehen und dann entschieden, erst einmal weitere geologische Untersuchungen machen zu lassen. Da aufgrund des FFH-Gebiets im Bereich des Hangrutsches Fachbehörden miteinzubeziehen sind, war die Befürchtung: Das alles kann dauern. Nicht leichter macht es die Tatsache, dass der Hangrutsch zwischen zwei Tunnels liegt, so dass schweres Gerät nicht zum Einsatz kommen kann. Auch von einem provisorischen Steg war die Rede, für den die Mietkosten pro Jahr aber alleine bei 50.000 Euro lägen.

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Einem provisorischen Holzsteg haben es Radfahrer und Wanderer jetzt zwar zu verdanken, dass es wieder auf direktem Wege durch das Murgtal geht, allerdings einer Variante, die dank großen privaten Engagements und Unterstützung einiger Firmen wesentlich kostengünstiger ist. Bürgermeister Adrian Schmidle dankt ausdrücklich den Firmen Balteschwiler in Laufenburg/CH, Thomas Kunzelmann Transporte in Niederwihl, Zimmermann Autokrane in Bad Säckingen, Zimmerei Bächle in Murg, Dapp Hoch- und Tiefbau in Oberwihl, Proeco-Umweltplanung in Freiburg, dem Ingenieurbüro Schwenke in Wehr und vor allem auch dem Bauhof Murg. Auf rund 8000 Euro schätzen Bürgermeister Schmidle und Bauhofleiter Simon Köhler die Kosten.

Ein ganz besonderes Dankeschön richtete Schmidle an Sepp Bächle von Balteschwiler. Auf einer gemeinsamen Radtour im Murgtal sei die Idee für den Holzsteg entstanden. „Das nimmt Druck vom Kessel, und wir gewinnen Zeit, die anderen Sachen abzuklären“, freut sich Schmidle, der von den Fraktionssprechern im Gemeinderat auf kurzem Wege das Ok einholte. Die Errichtung eines solchen Stegs hatte schon im Mai SÜDKURIER-Leser Klaus Graß aus Niederhof vorgeschlagen (wir berichteten).