Der Ortschaftsrat Niederhof sucht dringend Ackerfläche für sein Projekt Mitmachacker. Bisher hat Ortschaftsrat Daniel App Ackerfläche zur Verfügung gestellt, obwohl der Landwirt sie als Futterfläche für seine eigenen Tiere benötig. Eine Fläche in Niederhof wäre ideal, aber auch ein Acker in Murg und Oberhof käme infrage.

„Am liebsten wäre uns natürlich vor Ort, weil die Schule und der Kindergarten mitmachen und Kinder und Schüler dann zu Fuß zum Acker gehen könnten“, sagte Ortsvorsteherin Edith Becker. Ideal wäre es, wenn sich noch diesen Herbst eine neue Fläche auftäte. „Wenn das eine Wiese wäre, dann könnten wir noch diesen Herbst umbrechen und die Fläche vorbereiten“, sagte Becker.

Das Problem

Das Problem ist, dass nicht jede Wiese in Ackerfläche umgewandelt werden kann. Anfang des Jahres hatte sich eine Privatperson gemeldet, die eine Wiese zur Verfügung gestellt hätte. Doch das Landratsamt Waldshut erteilte eine Absage: „Da sich auf diesem Grundstück eine FFH-Mähwiese befindet, geht das nicht“, erklärte Becker. „Magere Flachland-Mähwiesen“, Flora-Fauna-Habitat-Wiesen, sind ein durch die FFH-Richtlinie geschützter Lebensraum.

Interesse nimmt zu

Für dieses Jahr sprang noch einmal Daniel App ein. Gut 500 Quadratmeter Fläche werden benötigt, besser mehr. Neben Ortschaftsrat, Naturparkschule, Kindergarten und Obst- und Gartenbauverein haben 16 Privatpersonen Kartoffeln angebaut. 2020 waren es noch elf Privatpersonen. Becker rechnet damit, dass das Interesse steigt.

Die Ernte

Dass die Corona-Pandemie 2020 die Arbeitseinsätze verkomplizierte, machte den Kartoffeln nichts aus. Da das Wetter mitspielte, freuten sich die Hobbygärtner über eine reiche Ernte. 2021 war nicht ganz so gut. Es regnete zu oft. Becker dankte Agraringenieurin Andrea Volz für Planung, Newsletter und Organisation der Arbeitseinsätze. Familie Bilawski und Rune Mansen erleichterten die Arbeitseinsätze beim Säen mit ihren Geräten enorm.