Läuft alles nach Plan, dann werden im Frühjahr 2021 im Zechenwihler Hotzenhaus die ersten Korken knallen. Dann nämlich wird dort die erste Hochzeit gefeiert. Zuvor wird die feierliche Eröffnung des Hotzenhauses zelebriert. Ein ehrgeiziges Ziel, voller Entschlossenheit von Georg Kirschbaum anlässlich der Mitgliederversammlung des Vereins Zechenwihler Hotzenhaus am Freitag präsentiert. „Ab April nächsten Jahres geht die Bewirtschaftung des Hauses los“, kündigte Kirschbaum an. „Am 24. April werden wir die ersten Hochzeitsgäste im neu gestalteten Hotzenhaus haben“. Es werde aber Jahre dauern, bis wirklich alles fertig sei. Georg Kirschbaum hofft aber, dass die Corona-Pandemie es zulässt, eine festliche Eröffnung in größerem Rahmen im Frühjahr zu feiern.

Das könnte Sie auch interessieren

Diese ambitionierte Vorschau gab Georg Kirschbaum, Vorsitzender des Vereins „Zechenwihler Hotzenhaus“ bei der Mitgliederversammlung. Die Anzahl der Mitglieder konnte zwar die 200er Marke nicht ganz knacken, aber Kirschbaum zeigt sich zuversichtlich. Eine erfolgreiche Strategie sei die intensive Zusammenarbeit zwischen Bauherren, Handwerkern, Behörden, Statikern, Planern. Ein erheblicher Unterschied sei zwischen dem Bau eines Einfamilienhauses und der Sanierung eines denkmalgeschützten Gebäudes zu ziehen. Für die Durchführung der Arbeiten habe man regionale Unternehmer bevorzugt, erklärt Kirschbaum. Ehrenamtliche Arbeiten am Projekt spielen eine weitere wichtige Rolle.

Das könnte Sie auch interessieren

Bis jetzt sind 1.200 ehrenamtliche Stunden aufgelaufen. Man sei nahezu im Plan, fasste Georg Kirschbaum zusammen. Einer der wesentlichen Sanierungsetappen war der Bau eines Stahlgerüstes, welches das Haus von innen sichert und trägt. Architekt und Bauleiter Florian Rauch: „Von den Kosten her sind wir sehr gut unterwegs. Ein Budget von 1,25 Millionen steht zur Verfügung. Wir werden es schaffen, dass wir dieses Budget einhalten“, konstatierte der Bauleiter. Beatrix Köster in ihrer Funktion als Kassenführerin hob den Kassenbestand von knapp 100.000 Euro hervor. Eine solide Basis; jedoch notwendig angesichts der auf den Verein noch zukommenden Kosten. Die Kassenprüfung ergab eine einwandfreie Führung der Kasse.

Das könnte Sie auch interessieren

67 Prozent der Einnahmen werden durch Zuschüsse erwirtschaftet. Das läge auch daran, dass eine lange und einvernehmliche Zusammenarbeit mit den Denkmalbehörden gepflegt würde, betont der Vorsitzende Kirschbaum. Als langjähriger Gemeinderat hätte er bisher noch kein Projekt gehabt, bei welchem die Gemeinde nur acht Prozent der Kosten eines Millionenprojektes übernehmen musste. „Für die Gemeinde also nicht ganz unflott“, bemerkte Kirschbaum mit charmanten Lächeln. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet. Es bleibt bei der bewährten Zusammensetzung.

Wie geht‘s weiter?

Bis Ende des Jahres werden die Bauarbeiten und Abnahmen im Innenbereich soweit abgeschlossen sein. Ab Frühjahr wird das Haus bewirtschaftet. Umfangreiche Kleinarbeiten werden bis dahin die Zeit ausfüllen.

„Man muss zweimal hinschauen beim Hotzenhaus als Denkmal“, meinte Bürgermeister Adrian Schmidle. Das Freiburger Münster hätte die gleiche Denkmalschutz-Einstufung, aber das Hotzenhaus sei etwas ganz Besonderes. Schmidle hatte einen herzlichen Dank für alle Beteiligten bereit.

Unser bestes Angebot ist wieder da: die Digitale Zeitung + das neuste iPad für 0 €