Kunst ist sein Leben. Der bekannte Maler Stefan Bergmann kann am heutigen Freitag seinen 75. Geburtstag feiern. Auch in seinem Alter ist Stefan Bergmann voller Tatendrang. In seiner liebgewonnenen Wahlheimat Oberhof greift er immer noch zum Pinsel, um mit seinen Werken vielfach auch die Schönheiten des Murgtals zu verewigen. Stefan Bergmanns Malkünste waren bislang auf vielen Ausstellungen zu bewundern. So war er mit seinen Werken bereits 1971 auf der Gimpel Fils in London vertreten und im gleichen Jahr waren seine Bilder auch in Toronto auf der Albert White Gallery zu bestaunen.

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Sein heutiges malerisches Können wurde Stefan Bergmann keineswegs in die Wiege gelegt. In Radeberg bei Dresden kam er auf die Welt. Von 1964 bis 1969 machte er ein Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe, wo er Meisterschüler von Professor Horst Antes wurde. 1969 erhielt er ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes verbunden mit einem Studium am Royal College of Art in London. In der weiteren Folge hielt er sich viel in Indien und Japan auf, ehe die heimatlichen Gefilde in wieder sesshaft werden ließen. Bald lernte er seine spätere Frau Franziska kennen. Nach Günnenbach wurde Oberhof zum Wohnsitz. 1988 fand die Hochzeit auf dem Oberhofer Rathaus statt. Im denkmalgeschützten Schulhaus konnte eine Wohnung bezogen werden. Ein Sohn kam auf die Welt.

Dass Stefan Bergmann einmal im Hotzenwald heimisch wurde, daran hatte der Öflinger Pfarrer Gräb, der vor wenigen Tagen 100 Jahre alt geworden wäre, wesentlichen Anteil. Er schätzte das künstlerische, malerische Können von Stefan Bergmann und so wurde dann der Wehrer Ortsteil Günnenbach zum ersten Wohnsitz im Hotzenwald.

Viele Preise

In der weiteren Folge hatte Stefan Bergmann in den zahlreichen Räumen des ehemaligen Oberhofer Schulhauses viel Möglichkeiten, neue Werke nicht nur zu malen, sondern sie auch präsentieren zu können. So war er aber auch mit seinen Werken vielfach auf Ausstellung im ganzen südbadischem Raum und der benachbarten Schweiz zu finden. Das große malerische Können von Stefan Bergmann wurde auch mehrfach mit Preisen bedacht. So wurde er 2004 in Bernau ENBW-Förderpreisträger und im Jahre 2008 Preisträger der Bräunlich-Bieser-Stiftung.

So hält er sich fit

Auch mit seinen 75 Lebensjahren ist das malerische Wirken ein Hauptbestandteil seines Lebensalltages. So hat er geradezu auch das naheliegende Murgtal liebgewonnen. Ein Spaziergang gibt ihm da immer wieder Ideen für sein malerisches Können. „Ich wohne in einer liebenswerten Gemeinde“, sagt Stefan Bergmann und gibt aber auch seiner Freude Ausdruck, dass mit einer Künstlerfamilie in der Toskana ein stetiger Kontakt herrscht. Doch nicht nur Kunst ist ihm wichtig. Schon heute freut er sich darauf, wenn er wieder im Murger Schwimmbad seine Fitness trainieren kann. Aber er macht auch gerne eine Radtour oder Wanderung mit seiner Frau zusammen.